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Nick Heidfeld ist mit 34 Zählern Achter der Fahrer-WM © getty

Nick Heidfeld erklärt die Durststrecke von Lotus Renault für beendet. Sein Team könne ab sofort wieder vorne angreifen.

Von Marc Ellerich

München - Nick Heidfeld gibt sich mit siebten und achten Plätzen nicht mehr zufrieden.

Der Lotus-Renault-Pilot, der beim England-Grand-Prix ein starkes Rennen gezeigt und sich von Startplatz 16 bis auf die achte Position nach vorne gekämpft hatte, will mit seinem Rennstall wieder den Anschluss an die Spitze finden. (BERICHT: "Quick Nicks" Equipe zwischen den Stühlen)

"Vier Punkte (für den achten Platz in Silverstone, d. Red.) sind nicht das, worum es uns geht", sagte Heidfeld eine Woche vor dem Heimrennen am Nürburgring: "Wir brauchen mehr, wir verdienen mehr und wir müssen energisch vorgehen, damit wir das schaffen."

"Mussten Geduld beweisen"

Er glaube ernsthaft daran, dass Lotus Renault im Stand sei, in den kommenden Grands Prix mehr WM-Punkte einzusammeln, bekräftigte der Wahl-Schweizer und kündigte signifikante Verbesserungen an seinem Rennwagen an.

"Wir mussten zuletzt in den Rennen Geduld beweisen", meinte Heidfeld: "Aber jetzt ist es an der Zeit, einen Schritt nach vorne zu machen und wieder mit den Top-Teams zu kämpfen. Denn dort gehören wir hin."

Heidfeld: "Im Windtunnel ist außerordentlich intensiv gearbeitet worden. Ich bin also sehr zuversichtlich, dass wir einen deutlichen Schritt nach vorne tun werden."

Von Mercedes verdrängt

Lotus Renault war in England vom Mercedes-Rennstall vom vierten Platz in der Teamwertung verdrängt worden.

Heidfeld will das nicht auf sich sitzen lassen. Er hoffe, dass Renault ab sofort im Qualifying wieder unter die besten Zehn fahren und dann auch in der Konstrukteursmeisterschaft wieder aufholen könne.

"Wir wissen, dass wir zu mehr in der Lage sind als einem vierten Platz."

Umbau des Windkanals

Heidfeld, der zu Saisonbeginn beim Grand Prix in Malaysia bereits Platz drei belegt hatte, liegt in der Fahrer-WM mit 34 Punkten auf Platz acht, sein Teamkollege Witali Petrow, Dritter beim Saisonstart in Australien, ist drei Punkt dahinter Neunter.

In der Team-Wertung hat Mercedes nach neun Grands Prix drei Punkte Vorsprung auf das Heidfeld-Team.

Lotus Renault musste zuletzt auf zwölf Entwicklungstage verzichten, da in der Zentrale im britischen Enstone ein größerer Windtunnel eingerichtet wurde.

James Allison, Technischer Direktor des Rennstalls, kündigte an, Lotus Renault werde bald die Früchte dieser Arbeit ernten, die das Team zuletzt zurückgeworfen hatte.

Zudem kündigte Renault an, für den Nürburgring eine konservativere Auspufflösung zu testen als den zuletzt verwendeten, radikalen Front-Auspuff.

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