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Michael Schumacher und Nico Rosberg (l.) liegen in der Team-Wertung auf Platz vier © getty

Vorsichtiger Optimismus bei Mercedes GP: Die Silberpfeile wollen beim Deutschland-Grand-Prix ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Von Marc Ellerich

München - Das Heimrennen auf dem Nürburgring naht, und Mercedes GP kommt gerade rechtzeitig in Form.

Der sechste Platz von Nico Rosberg und der neunte, den Rekord-Weltmeister Michael Schumacher beim England-GP trotz Pleiten, Pech und Pannen rettete, machen dem Silber-Rennstall Mut. (Crash, Fehlstart, Punkte - Aufschwung bei Mercedes?)

Mit großen Worten gehen die Deutschen vor dem zehnten Grand Prix des Jahres angesichts des enttäuschenden Saisonverlaufs allerdings sehr sparsam um. (430481DIASHOW: Zwischenzeugnisse der Piloten)

"In dieser Saison war es bisher schwierig, um Vorhersagen zur Leistungsfähigkeit zu treffen", meinte Superstar Michael Schumacher stellvertretend für seinen Rennstall, eines aber sei gewiss: "Den besonderen Schub, den wir dort bekommen werden, werden wir in Extra-Motivation umsetzen."

Ermutigende Signale

Schumi weiter: "Der Kampfgeist ist da. Wir wollen unseren Fans eine Performance auf dem höchstmöglichen Level zeigen."

Begeisterung allein wird allerdings kaum reichen, dass wissen sie bei Mercedes natürlich - das unberechenbare Verhalten des MGP W02 ist nach wie vor die Crux der Silberpfeile.

Doch auch auf diesem Feld beobachtete das Team zuletzt offenbar ermutigende Signale. "Unser Auto hat in Silverstone mit den neuen Ausbaustufen und der neuen Auspuff-Anlage Anzeichen der Verbesserung gezeigt", berichtete Teamchef Ross Brawn eine Woche vor dem prestigeträchtigen Rennen in der Heimat seines Arbeitgebers. (Brawn über Schumi: Man kann niemanden zwingen)

Platz vier in der Team-WM

Lohn der Steigerung war der vorläufig vierte Platz in der Team-WM, den man in Silverstone vom Lotus-Renault-Rennstall übernahm. (DATENCENTER: WM-Stand Teams)

"Wir sind zuversichtlich, dass dieser Fortschritt anhält und wir unseren Fahrern die Chance geben können, ihren Fans vorzuführen, was sie draufhaben", fügte Brawn hinzu.

Schumacher wies darauf hin, dass sich das Zusammenspiel des Mercedes-Renners mit den neuen Pirelli-Pneus verbessert habe, und sein jüngerer Kollege Nico Rosberg ergänzte: "Ich hoffe, dass wir mit unserem neuen Paket einen weiteren Schritt nach vorne machen und die Lücke zur Spitze etwas schließen können."

Alerdings gibt der 26-Jährige auch zu bedenken: "Wir sind noch nicht so weit, dass wir ein Top-Auto bauen können. Aber ich sehe, wie wir Fortschritte machen."

"Werden alles geben"

Wie bereits erwähnt, überbordend ist das Selbstvertrauen bei Mercedes längst nicht mehr, dazu wurden die großen Hoffnungen, die man zu Saisonbeginn gehegt hatte, zu häufig enttäuscht.

Laut Motorsportchef Norbert Haug hofft das Team auf trockenes Wetter, weil dann die Aerodynamik des Mercedes besser funktionieren würde. "Wir alle im Team werden alles geben, um auf heimischem Boden das bestmögliche Ergebnis einzufahren", fügte er hinzu.

Eine gehörige Portion Vorsicht lässt auch der mächtige Funktionär walten.

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