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Jenson Button feierte seinen bisher einzigen Saisonsieg beim Grand Prix von Kanada © getty

Trotz zuletzt enttäuschender Ergebnisseverlieren die Silbernen nicht den Mut. Button will auf dem Nürburgring triumphieren.

Von Olaf Mehlhose

München - McLaren gibt die Hoffnung nicht auf.

Trotz enttäuschender Auftritte in Valencia und Silverstone glaubt Martin Whitmarsh daran, dass sein Team beim Großen Preis von Deutschland (1. Training, Fr., ab 10 Uhr im TV auf SPORT1) um den Sieg mitkämpfen kann.

"Ich bin optimistisch, dass wir in vorderster Front dabei sind. Es wird ein denkwürdiger Grand Prix werden", kündigte der Teamchef an.

Auch durch die Tatsache, dass seit Jenson Buttons Sieg in Kanada keiner der beiden Fahrer aufs Podium fuhr, entmutigt den Briten nicht, genauso wenig wie die 95 Punkte Rückstand auf WM-Leader Sebastian Vettel. (WM-Stand Fahrer)

Unsicherheit durch Regeländerungen

Auch die Tatsache, dass seit Jenson Buttons Sieg in Kanada keiner der beiden Piloten aufs Podium fuhr, dämpfte den Optimismus des Briten nicht, genauso wenig wie die 95 Punkte Rückstand seiner beiden Piloten auf WM-Leader Sebastian Vettel.

Den Hauptgrund für die Misere des britischen Rennstalls sei die Unsicherheit gewesen, die wegen der Regeländerungen bestanden habe.

Dies habe McLaren in der ohnehin schwierigen Lage nicht unbedingt geholfen, erklärte der 53-Jährige. Nun sei das Team aber bereit die Herausforderung anzunehmen. (DATENCENTER: Die Team-Wertung)

Weckruf durch die Konkurrenz

Erste positive Anzeichen habe es bereits beim England-GP gegeben. (BERICHT: Hammer-Rennen auf Sparflamme)

"Wir haben eine gute Chance aufs Podium ausgelassen", sagte Whitmarsh. Allerdings sei die Geschwindigkeit von Red Bull und Ferrari ein Weckruf für das gesamte Team gewesen: "Das Rennen hat uns daran erinnert, dass die Konkurrenz ebenfalls alles dafür tut, ihre Autos wettbewerbsfähiger und besser zu machen."

Für die kommenden Rennen sieht Whitmarsh sein Team dennoch gerüstet.

Button: Vom Speed dabei

Ähnlich wie sein Vorgesetzter sah es auch Button.

Trotz seines Ausscheidens sei das Rennen in Silverstone für McLaren nicht so schlecht gewesen, wie es ausgesehen habe.

"Vielleicht haben wir den Schwung aus den vorherigen Rennen ein bisschen verloren - aber nicht viel", sagte der Weltmeister von 2009: "Das Ergebnis in war enttäuschend, aber unser Speed war in diesem Jahr immer gut."

Unvorhersehbare Rennen

Für den Grand Prix auf dem Nürburgring ist Button jedenfalls zuversichtlich, auch wenn die Rennen durch die Einführung von DRS, KERS und den neuen Reifen unvorhersehbar geworden seien.

"Für uns ist es eine Herausforderung, aber für die Fans ist es großartig. Ich bin mir sicher, dass wir eine aufregende Show abliefern werden", gab sich Button selbstbewusst.

"Würde wirklich gerne gewinnen"

Darüber hinaus erklärte der 31-Jährige, dass der Nürburgring eine Strecke sei, auf der er unbedingt erfolgreich sein wolle.

"Dieses Rennen würde ich wirklich gerne gewinnen", unterstrich der zehnfache Grand-Prix-Gewinner: "Am Nürburgring zu gewinnen, ist eine einzigartige Leistung. Es ist ein Traditions-Kurs, der den Fahrern alles abverlangt. Die Leute laufen nicht umsonst mit Nordschleife-Ansteckern herum."

Was macht das Wetter?

Leicht wird es allerdings nicht: Sein bestes Ergebnis in der Eifel ist ein dritter Platz im Jahr 2004 - selbst in seinem Weltmeisterjahr wurde Button nur Fünfter.

"Es gibt viele harte Bremszonen", erläuterte Button: "Wenn die Verhältnisse schwierig sind - und das sind sie fast immer - musst du in jeder Kurve höllisch aufpassen."

Teamkollege Lewis Hamilton hat ebenfalls großen Respekt vor den Witterungsverhältnissen beim Deutschland-GP.

"Der aktuelle Kurs ist vielleicht nicht mehr so heroisch wie das ursprüngliche 14-Meilen-Layout, aber es kann Dich immer noch erwischen", sagte der 26-Jährige: "Und das Wetter kann sich von einem Augenblick auf den anderen verändern - man kann alle Jahreszeiten an einem Nachmittag erleben."

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