vergrößernverkleinern
Nico Rosberg stand in seiner Formel-1-Karriere bislang fünfmal auf dem Podium © getty

Nico Rosberg schraubt nach guter Quali die Erwartungen bei SPORT1 herunter. Michael Schumacher rätselt über seinen Rückstand.

Von Julian Meißner und Marc Ellerich

Nürburg/München - Gedämpfte Freude bei Nico Rosberg, pure Ratlosigkeit bei Michael Schumacher: Mercedes GP erlebte beim Qualifying zum Heimspiel auf dem Nürburgring Licht und Schatten (BERICHT: Webber stiehlt Vettel die Show).

Rosberg war mit Startplatz sechs sichtlich zufrieden, schraubte aber die Erwartungen für den prestigeträchtigen Großen Preis von Deutschland (So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) herunter.

Auf SPORT1-Nachfrage, ob er am Sonntag das Podium erreichen könne, antwortete Rosberg: "Vom Speed her ist das leider noch nicht drin, soweit sind wir noch nicht." Vielmehr wolle er "mit einer guten Strategie den einen oder anderen Platz gutmachen".

Doch Rosberg betonte, sein Team bewege sich mit seinen technischen Updates in die richtige Richtung.

Sonderlob der Silber-Bosse

Ob mögliche Wetterkapriolen - es ist Regen vorhergesagt - diesen Prozess zumindest ergebnistechnisch beschleunigen könnten?

"Das kann einem helfen", so Rosberg: "Ein Podium ist aber natürlich nicht drin."

Auch wenn das Treppchen ein Traum bleibt: Rosberg durfte sich immerhin über ein Sonderlob seiner Chefs freuen. Von "exzellenter Arbeit" sprach Norbert Haug, und Ross Brawn erklärte, Rosberg habe das Maximum aus dem Auto herausgeholt.

Schumi hinter den Erwartungen

Schumacher dagegen, der von Platz zehn ins Rennen geht, konnte das nicht von sich behaupten (DATENCENTER: Die Startaufstellung). Rosbergs Teamkollege bekannte, die "Erwartungen nicht erfüllt" zu haben.

[kaltura id="0_io4sgxqe" class="full_size" title="Eine Runde um den N rburgring"]

Der Rekord-Weltmeister hatte sich zwar noch ins letzte Qualifying-Segment der besten zehn Fahrer gerettet, war dann aber chancenlos.

"Das Auto war nicht dasselbe, das ich bis zum ersten Run im dritten Training in den Händen hatte", klagte Schumacher über die Performance seines Dienstwagens im Qualifying: "Es hat sich so angefühlt, als würde ich nur herumrutschen, und die Balance war nicht gut."

KERS-Problem am Vormittag

Schon am Vormittag war der Kerpener mit seinem MGP W02 nicht zufrieden gewesen.

"Wir hatten ein KERS-Problem am Morgen, von dem ich dachte, es würde die Lücke zu Nico erklären. Aber im Qualifying war ich immer noch fast eine Sekunde weg und hätte seine Zeit nicht erreichen können."

Flucht aus dem Renault-Sandwich?

In Q3 waren es am Ende sogar über 1,2 Sekunden, die der 42-Jährige auf seinen Teamkollegen vermissen ließ.

"Wir müssen jetzt analysieren, was der Grund dafür sein könnte", so Schumacher, der für das Eifel-Rennen, das er bereits viermal gewinnen konnte, auf einen starken Start setzt.

Im Renault-Sandwich zwischen Witali Petrow und Nick Heidfeld beginnt der Altmeister seinen 279. Grand Prix, beenden würde er ihn selbstverständlich gerne weiter vorn.

Das Podium jedoch ist für ihn in noch weiterer Ferne als für seinen Stallgefährten Rosberg.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel