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Gerard Lopez übernahm Ende 2009 den Formel-1-Rennstall Renault © imago

Gerard Lopez ist erstaunt über Nick Heidfelds Drohung, vor Gericht zu ziehen. Den Rausschmiss des Deutschen verteidigt er.

Spa - Das Formel-1-Team Renault hat die Androhung einer gerichtlichen Auseinandersetzung von Nick Heidfeld mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.

Er sei "überrascht, ja", sagte Team-Besitzer Gerard Lopez dem Luxemburger Tageblatt:

"Ich würde mal sagen, das war die emotionale Reaktion eines Menschen, der nun mal für sein Leben gern Rennen fährt."

Der Mönchengladbacher hatte nach seiner Ausbootung auf seinen bestehenden Vertrag gepocht und angekündigt, seine Interessen in einem Rechststreit vor dem Londoner High Court durchsetzen zu wollen (BERICHT: Heidfeld zieht vor Gericht).

"Performance hat nicht gestimmt"

Lopez verteidigte jedoch den Schritt, den deutschen Routinier bereits in Spa durch den Brasilianer Bruno Senna ersetzt zu haben (BERICHT: "Quick Nick" ausgebremst).

"Seine Performance hat nicht mehr gestimmt, deshalb müssen wir andere Fahrer testen", sagte der Geschäftsmann:

"Nick war und ist ein guter Kollege von mir. Er hat einen 'gesunden Druck' gehabt, wir haben ihm gesagt, dass seine Performance unserer Meinung nach nicht stimmt und was wir von ihm erwarten. Er wurde immer mit Respekt behandelt, und das wird er auch weiterhin, denn er ist ja noch Team-Mitglied."

Lopez hofft auf Kubica

Derweil hofft Lopez weiterhin darauf, das der am Sonntag erneut operierte Pole Robert Kubica, den Heidfeld nach dessen schweren Unfall bei einem Rallye-Gaststart ersetzt hatte, ins Cockpit zurückkehren wird (DATENCENTER: Die Team-WM) .

"Das weiß man immer noch nicht genau. Ich denke aber, dass in ein paar Wochen Klarheit herrscht", sagte er: "Im Moment gehen wir deshalb immer noch davon aus, dass Robert 2012 für uns fahren wird."

Übernahme der Traditionsstrecke?

Interesse zeigte der Renault-Teambesitzer derweil an einer Übernahme der Rennstrecke in Spa durch seine Investment-Gesellschaft Genii (DATENCENTER: Rennkalender und Kurse). "Das ist schon konkreter", erklärte er:

"Spa ist eine super Rennstrecke, da würde sich noch viel mehr draus machen lassen. Wenn auf Seiten der Verantwortlichen eine positive Einstellung gegenüber einem Engagement aus dem Privatsektor da ist: warum nicht?"

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