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Michael Schumacher (l.) und Ross Brawn feierten 1994 ihren ersten WM-Titel © imago

Schumi einigt sich offenbar mit Ross Brawn auf eine weitere Zusammenarbeit und arbeitet mit Macht an einer erfolgreichen Zukunft.

Von Tobias Wiltschek

München - Lange ist darüber schon spekuliert worden, jetzt herrscht offenbar Gewissheit.

Michael Schumacher wird seinen Vertrag bei Mercedes GP aller Voraussicht nach über das Jahr 2012 hinaus verlängern (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Laut Informationen der "Sport Bild" haben sich der siebenmalige Weltmeister und Mercedes-GP-Teamchef Ross Brawn auf eine weitere Zusammenarbeit bis mindestens 2013 verständigt.

Im Anschluss daran soll Schumi selbst entscheiden können, ob er seine aktive Karriere beendet, als Konzernbotschafter weitermacht oder dem Team als Brawns Assitent erhalten bleibt.

Einigung per Handschlag

Demnach seien sich beide schon Ende September am Rande des Grand Prix von Singapur einig geworden. Im Fahrerlager sollen sie per Handschlag die Vertragsverlängerung besiegelt haben.

Die Details des neuen Kontrakts sollen noch ausgehandelt werden.

Die Anzeichen dafür hatten sich in letzter Zeit gehäuft. Auffallend oft äußerte sich Brawn über die Bedeutung, die der 42-Jährige Schumacher für das Team langfristig habe.

"Es gibt keinen Grund, warum Michael nicht weiterfahren sollte", sagte der Brite. Sein großes Ziel sei, "noch einmal mit Michael zu gewinnen." Sämtliche sieben Titel hat Schumi bislang mit dem Technik-Guru aus Manchester geholt.

Kampfansage an die Konkurrenz

Noch ist Michael Schumacher von Grand-Prix-Siegen ein Stück entfernt. Der vierte Platz in Kanada war bislang in dieser Saison das höchste der Gefühle. Für die Zukunft aber hat Schumi schon einmal eine Kampfansage an die Konkurrenten Red Bull, Ferrari und McLaren geschickt.

"2012 sind wir wahrscheinlich noch nicht in der Lage, um den Titel zu fahren, aber wir müssen da den Grundstein legen, dass wir das 2013 können", so der Rekordweltmeister (BERICHT: Meister der ersten Runde).

Dafür haben sich die Silberpfeile mit Bob Bell, Loic Bigois, Geoff Wills und Aldo Costa vier erfahrene Techniker ins Boot geholt, die Brawn bei seiner Arbeit unterstützen werden und das Team voranbringen sollen.

"Schneller als Rosberg"

Dass Schumacher noch einmal richtig angreifen will, beweisen auch seine Worte in Richtung des eigenen Teamkollegen. "Ich habe bewiesen, dass ich im Rennen schneller fahren kann als Nico Rosberg", gab er eine weitere Kostprobe seines Selbstvertrauens.

Nur noch fünf WM-Punkte beträgt Schumis Rückstand auf den 26-Jährigen zwei Rennen vor Saisonende. Die Chancen, am Ende noch an Rosberg vorbeizuziehen, stehen gut. Auch sich weil Schumacher intern immer mehr Vorteile gegenüber seinem jüngeren Kollegen verschafft.

Renningenieur wechselt zu Schumi

Nach Medienberichten soll auf Druck von Schumacher Renningenieur Jock Clear von Rosberg abgezogen und dem Kerpener zugeteilt worden sein. Prompt konnte Schumi beim Grand Prix in Indien (475268DIASHOW: Die Bilder des Rennens) seinen Kollegen dank der besseren Rennstrategie ausstechen.

Auch Rosberg wird mittlerweile bewusst, dass Schumacher sportlich und strategisch noch einmal alle Register zieht, um erfolgreich zu sein.

Rosberg hält sich alles offen

Sein Vertrag läuft 2012 aus, seine Zukunft bei den Silberpfeilen scheint derzeit aber unsicherer denn je. Denn auf Dauer will und kann sich der ambitionierte Rosberg nicht mit Platz zwei im Team zufrieden geben.

"Siege mit dem Silberpfeil sind mein höchstes Ziel", sagt er. "Aber natürlich hält man sich immer Möglichkeiten offen."

McLaren und Ferrari haben wohl schon ihre Fühler nach ihm ausgestreckt.

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