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Nico Hülkenberg (l.) beendete in der Saison 2010 © Force India

Mit dem "Aufsteiger des Jahres" Hülkenberg plant Force India den nächsten Schritt. Teamkollegen di Rest bremst die Euphorie.

Silverstone - Mit einem wahrhaftigen Kaltstart hat Nico Hülkenberg als erster der fünf deutschen Formel-1-Piloten sein Auto für die kommende Saison vorgestellt.

Bei minus 2 Grad in der Boxengasse von Silverstone präsentierte der 24-Jährige gemeinsam mit Teamkollege Paul di Resta den VJM05, mit dem er für Force India sein Comeback nach einjähriger Teilzeitarbeit gibt. (514526DIASHOW: Indische Kraft für "Hulk")

"Mein Ziel ist es, mich in der Formel 1 zu etablieren. Ich will auch 2013 ein Stammcockpit haben", sagte der 24-Jährig: "Ich muss vielleicht ein bisschen den Rost abpolieren, aber ich gehe entspannt und locker in die Saison."

Teamchef Mallya: Großes Lob für "Hulk"

Hülkenberg war nach einem Jahr als Testpilot bei Force India zum Stammfahrer aufgestiegen und löste damit Landsmann Adrian Sutil ab. (NEWS: Alles zum Motorsport)

Von Teamchef Vijay Mallya wurde "Hulk" in den höchsten Tönen gelobt.

"Für uns war er der Aufsteiger des Jahres 2010, und wir haben ihn in der vergangenen Saison ausgebildet", sagte der indische Geschäftsmann: "Obwohl er nur eine begrenzte Zeit im Auto saß, hat er uns so überzeugt, dass wir ihm einen Platz reserviert haben."

2010: Erst Pole, dann Cockpit weg

Nach seiner Debütsaison 2010 bei Williams hatte Hülkenberg trotz einer Sensations-Pole in Brasilien sein Cockpit verloren.

Nach den Rängen neun, sieben und sechs in den vergangenen drei Jahren will Force India diesmal den fünften Platz in der Teamwertung erobern.

"Wir sind deutlich besser aufgestellt als vor einem Jahr", sagte der Technische Direktor Andrew Green. Vor allem von der Zusammenarbeit mit McLaren, deren Simulator das Team nutzen darf, wird ein weiterer Leistungssprung erwartet.

Di Rest bremst

Di Resta warnt aber vor Träumereien: "Wir dürfen uns aber nichts vormachen. Ein Podestergebnis stellt nach wie vor eine sehr große Herausforderung dar. Wir sind halt ein Mittelfeld-Team", sagte der Schotte.

Derweil hat Hülkenberg auch Mitleid mit dem von ihm verdrängten Sutil, der unter der Woche wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten und 200.000 Euro Geldbuße verurteilt worden war. (BERICHT: Sutil verurteilt und arbeitslos)

Hülkenberg steht Sutil bei

"Adrian hätte definitiv ein Cockpit verdient - mehr als einige andere aktuelle Stammfahrer", sagte er der "Sport Bild": "Es gibt überhaupt kein böses Blut zwischen uns, und wir verstehen uns nach wie vor super."

Ersatzfahrer bei Force India ist künftig der Franzose Jules Bianchi, zuletzt in der GP2 am Start und langjähriges Mitglied der Ferrari-Akademie. Er soll wie Hülkenberg im Vorjahr in einigen freien Trainings-Sessionen Fahrpraxis bekommen.

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