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Letzte Ausfahrt Jerez: Michael Schumacher testet im alten Mercedes W02 © getty

Vor der offiziellen Präsentation testen Schumacher und Rosberg den Mercedes F1 W03. Motorsportchef Haug verrät erste Details.

Von Annette Bachert

München - Mercedes macht um seinen neuen Formel-1-Renner ein großes Geheimnis, die Spannung steigt von Tag zu Tag.

Nun hat der deutsche Rennstall den Vorhang zumindest ein klein wenig gelüftet.

Noch vor der offiziellen Präsentation absolvierten Michael Schumacher und Nico Rosberg in Silverstone bei offiziell beantragten Filmaufnahmen die ersten 100 Testkilometer - allerdings ohne, dass Fans und interessierte Öffentlichkeit den neuen Boliden wirklich zu Gesicht bekommen haben.

Auch Mercedes mit Höckernase

Als letztes der vier großen Teams will der deutsche Automobilhersteller seinen neuen F1 W03 erst am 21. Februar vor der zweiten Testphase in Barcelona vorstellen.

Zumindest schemenhaft war F1 W03 auf seiner ersten Fahrt aber dennoch zu erkennen. Wie bei den meisten Top-Teams, abgesehen von McLaren, ist die Höckernase Teil des Pakets.

"Die Nase ist abgestuft, wie einige bereits gesehen haben. Das ist eine wirklich gute und sehr dynamische Lösung", verriet Motorsportchef Norbert Haug bei "Autosport".

"Keine Kinderkrankheiten"

Wie konkurrenzfähig der neue Renner wirklich sein wird, kann man bei Mercedes zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht sagen.

"Es ist schwer, die Performance wirklich zu beurteilen. Wir waren auf Demo-Reifen und auf der Kurzanbindung unterwegs. Aber das Auto hat genau das gemacht, was wir von ihm erwartet haben", erklärte Haug nach dem Rollout.

Auf den ersten Testkilometern, die Schumacher und Rosberg jeweils zur Hälfte absolvierten, entdeckte Mercedes zumindest "keine Kinderkrankheiten".

"Und nun sind wir auf Barcelona gespannt", so Haug.

Schneller als gedacht

Auf der ersten Teststation in Jerez, als alle Teams ihre neuen Wagen testeten, fuhren Schumacher und Rosberg noch mit dem 2011-Boliden (BERICHT: Vettel schwärmt von neuer Lady).

Nun ist der F1 W03 aber doch früher fertig als geplant.

"Wir haben das Auto bereits vor dem Zeitplan fertigt bekommen und konnten so Motor, Getriebe und KERS testen. Wir sind nun sehr positiv gestimmt, und das Ziel ist nun, den Wagen auf der Strecke zu sehen", erklärte Haug (SERVICE: Resultate aus Jerez).

Neue Erkenntnisse für Haug

"Wir haben eine Menge mit dem alten Auto gelernt, was die neuen Reifen und besonders den angeblasenen Diffusor betrifft, weil wir vergleichbare Daten unter den gleichen Voraussetzungen bereits gesammelt hatten", sagte Haug (DATENCENTER: Rennkalender 2012).

Und weiter: "Wir hoffen, diese Erkenntnisse nun auf das neue Auto übertragen zu können."

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