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Mercedes GP präsentiert den F1 W03, den neuen Boliden für die Saison 2012 © Mercedes

Schumi und Rosberg präsentieren den Boliden für 2012. Der neue Mercedes trägt einen Buckel und eine äußerst spitze Nase.

München - Jetzt haben auch Nico Rosberg und Michael Schumacher das Geheimnis um ihr Formel-1-Auto für die Saison 2012 gelüftet.

Die beiden Mercedes-Piloten enthüllten am Dienstagmorgen um 8.27 Uhr in Barcelona vor Beginn der zweiten Testfahrt-Woche den neuen Silberpfeil W03. (BERICHT: Unsichtbar beim Rollout).

Der neue Bolide zeichnet sich nach Angaben von Mercedes durch zwei bedeutende Änderungen aus.

Den veränderten Vorschriften für die Maximalhöhe der Fahrzeugnase wird wie bei den meisten anderen Teams mit einem markanten Höcker auf der Fahrzeugnase Rechnung getragen. (DATENCENTER: Rennkalender 2012)

Die von Mercedes konstruierte Fahrzeugfront ist allerdings ausgesprochen spitz, was in den Medien bereits zur der Wortschöpfung Storchenschnabel führte.

Hinzu kommt eine neue Positionierung des Auspuffs, die verhindern soll, dass die Auspuffabgase wie in der Saison 2011 beim angeblasenen Diffusor aerodynamisch vorteilhaft genutzt werden.

"Das Team kann stolz sein"

"Ich glaube, dass unser Team auf den F1 W03 stolz sein kann und hoffe, dass das Auto jene Ergebnisse erzielt, für die alle unsere Mitarbeiter so hart gearbeitet haben", sagte Teamchef Ross Brawn:

"Auch mit dem markanten Design der Fahrzeugnase, die sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, ist der F1 W03 eine elegante Interpretation des aktuellen Reglements und in Sachen des Detail- sowie Entwicklungsgrads ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Vorgänger."

Gutes Gefühl bei Schumi

Die Fahrer waren mit ihrem neuen Renner ebenfalls zufrieden.

"Schon in dervergangenen Woche, als wir den F1 W03 in Silverstone zum ersten Mal gefahren sind, gab er uns direkt ein gutes Gefühlund gute Rückmeldungen", sagte Schumi:

[kaltura id="0_b55p0ze7" class="full_size" title="Mit Zauber Nase zum Titel "]

"Wir werden von nun an intensiv daran arbeiten, ihn zu einem wettbewerbsfähigen Rennauto zu entwickeln. Natürlich wird man erst über die kommenden Wochen erkennen können, wie groß der Schritt ist, den wir gemacht haben."

Gelungene Optik

Teamkollege Rosberg lobte insbesondere die gelungene Optik.

"Unser Silberpfeil sieht gut aus und auch unter der Haube ist alles sehr kompakt gestaltet - die verschiedenen Teile arbeiten harmonisch miteinander", meinte der jüngere der beiden Mercedes-Piloten.

Unter die Top 3

Mit dem dritten eigenen Renner nach der Übernahme des Brawn-Rennstalls wollen die Stuttgarter zumindest den Sprung unter die Top 3 der Königsklasse schaffen und möglichst die ersten Siege einfahren.

"Ich glaube, wir haben ein ganz ordentliches Auto. Aber ich kann nicht garantieren, dass die Konkurrenz nicht ein viel besseres hat", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug mit Blick auf das erste Kräftemessen mit Weltmeister Sebastian Vettel.

Weltmeisterschaft als Fernziel

Das Ziel ist laut Haug aber klar.

"Wir waren zweimal Vierter und das Ziel ist, Schritt für Schritt Richtung Platz eins zu gehen", sagte der Mercedes-Sportchef:

"Das geht nicht in drei Jahren. Aber das endgültige Ziel ist natürlich, ganz nach vorne zu kommen, zu gewinnen und letztlich auch Weltmeistertitel zu gewinnen."

Haug erklärt späten Rollout

Mercedes hatte sich als einziges der Top-Teams mehr Zeit für die Entwicklung des neuen Autos genommen und war bei den ersten Tests in Jerez noch mit dem Auslaufmodell aus dem Vorjahr gefahren.

"Wir hatten das so geplant und etwa zehn Entwicklungstage mehr. Wir sind in einem Aufholprozess und dachten, dass so unsere Zeit am besten genutzt und investiert ist", erklärte Haug.

Vettels Red-Bull-Team sowie McLaren und Ferrari hatten ihre 2012er-Modelle schon in Jerez im Einsatz.

Testtag gespart

Der neue Mercedes hatte am vorigen Donnerstag in Silverstone seine ersten Kilometer absolviert, je 50 mit Rosberg und Schumacher am Steuer.

Zudem waren die Stuttgarter bereits am Sonntag in Barcelona hinter verschlossenen Türen unterwegs und hatten 354 Kilometer abgespult.

Diesen Testtag hatten sie sich in Jerez aufgespart.

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