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Der 25-jährige Sebastian Vettel wechselte 2008 von Toro Rosso zu Red Bull © getty

Di Montezemolo sieht Vettel als Ferrari-Piloten - unter einer Bedingung. Alonso vergleicht er mit zwei Formel-1-Ikonen.

Stuttgart - Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat den dreimaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel offen ins Visier genommen.

Im Gespräch mit "auto motor und sport" sagte di Montezemolo: "Vettel ist für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer. Wenn Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, dann will ich Vettel."

Der Heppenheimer hat allerdings erst am 28. November seinen Vertrag bei Red Bull vorzeitig um zwei Jahre bis 2016 verlängert.

Beide Fahrer kann sich Montezemolo bei Ferrari nicht vorstellen: "Alonso und Vettel, das wird schwierig."

Vergleich mit McLaren

Zwei Top-Fahrern könne Ferrari keine Top-Bedingungen bieten.

"Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten."

Ein Teamkollege Vettel wäre für Alonso eine Provokation. Es würde vermutlich genauso schiefgehen wie die Paarung Alonso und Hamilton bei McLaren.

"Michael hatte Recht"

Montezemolo lobt Vettel in höchsten Tönen.

"Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er ist bodenständig, und er hat einen unbändigen Siegeswillen", so der Ferrari-Chef: "Schumacher hat mich schon vor vier Jahren auf ihn aufmerksam gemacht, weil er Vettel aus der Kartzeit kennt. Ich muss sagen, Michael hatte Recht."

"Er ist mehr als nur ein Fahrer"

Dabei betont Montezemolo gleichzeitig auch die Stärken seiner aktuellen Nummer 1 Fernando Alonso, der sich in dieser Saison nur knapp im letzten Rennen Vettel beugen musste.

"Ich bin unheimlich happy mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist eine Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt", schwärmt Montezemolo.

Alonso wie Lauda und Schumi

Der 65-jährige Ferrari-Chef vergleicht den Vize-Weltmeister mit Niki Lauda und Michael Schumacher.

"Fernando hat von beiden etwas. Von Lauda die Rennintelligenz und das Teamwork. Er weiß genau, wann er langsam und wann schnell fahren muss. Und er ist unheimlich produktiv in der Arbeit mit den Ingenieuren."

Und fügt an: "Aber wie Schumacher kann Alonso auch eine Kampfmaschine sein. Wenn es von ihm verlangt wird, fährt er das ganze Rennen absolut voll."

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