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Sebastian Vettel (r.) wurde 2010, 2011 und 2012 Weltmeister © getty

Red Bull präsentiert das neue Auto. Abbeys Nachfolgerin sticht farblich ins Auge. Trotz Blende bleibt eine Höckernase.

Milton Keynes - Einen Namen hat sein neuer "Bulle" noch nicht, dafür einen klaren Auftrag:

Bei der Präsentation des neuen RB9 hat Weltmeister Sebastian Vettel am Sonntag den Boliden enthüllt, der ihn zum vierten Weltmeistertitel in Folge tragen soll. (670664DIASHOW: Der RB9)

"Natürlich kann man zurückschauen, auf das, was man erreicht hat. Aber für mich startet alles bei null", sagte der dreimalige Champion im Red-Bull-Hauptquartier in Milton Keynes.

Unter dem Motto "Entfesselt den Bullen" stellte der 25-Jährige gemeinsam mit seinem Teamkollegen Mark Webber das neue Werk von Chefdesigner Adrian Newey vor, welches das Team zum jeweils vierten Fahrer- und Herstellertitel in Serie tragen soll.

Horner selbstbewusst

Entsprechend selbstbewusst gab Christian Horner die Richtung vor.

"Wir wollen die beiden WM-Pokale noch nicht aus unserem Trophäenkabinett hergeben", sagte der Teamchef.

Zurückhaltender war Chefdesigner Adrian Newey.

"Wir wissen, was wir geleistet haben", sagte der 54-Jährige, "aber wir wissen natürlich nicht, wo die anderen stehen. Da bleibt vieles ungewiss."

Viel Violett zusätzlich

Ganz traditionell zogen Vettel und Webber um kurz nach 14 Uhr das weiße Tuch von ihrem neuen Arbeitsgerät.

Noch im Vorjahr war der RB8 in einem Clip via Internet präsentiert worden. (NEWS: Alles zur Formel 1)

Viel Violett zusätzlich zu dem üblichen Blau stach gleich ins Auge, zudem müssen die Fans sich erneut mit der Höckernase abfinden.

Ein Höcker bleibt

Wie auch Ferrari und McLaren setzte Newey zwar die kosmetischen Blende über der Radaufhängung ein, welche der Weltverband FIA seit dieser Saison gestattet.

Diese reicht allerdings nicht sehr weit nach vorne, so bleibt ein Höcker. Grund sei das Gewicht, sagte Newey.

Für ein Novum sorgt zudem der neue Sponsor, dem auch die neue Farbgebung Rechnung trägt.

Die Ausweitung des Deals mit einer japanischen Premium-Automarke bringt Vettels Team neben mehr Finanzkraft auch gut sichtbar einen neuen Titel: 2013 geht der Rennstall offiziell als Inifiniti Red Bull Racing an den Start.

Noch kein Name

Einen eigenen Namen trägt Vettels Ausgabe des Boliden dagegen noch nicht, wie der Heppenheimer anmerkte.

"Wir müssen uns schließlich erst kennenlernen", sagte der Weltmeister lachend.

Im vergangenen Jahr hatte er seinen Boliden auf den recht schlichten Namen Abbey getauft, davor hatten ihn "Luscious Liz" ("Leckere Liz") und "Kinky Kylie" ("Scharfe Kylie") zu seinen ersten WM-Titeln getragen.

Entwicklung beeinträchtigt

Dass der RB9 noch vor den ersten Tests einsatzbereit sein würde, schien über den Winter durchaus fraglich.

Schuld war sein letztendlich höchst erfolgreicher Vorgänger, der RB8, der im Zweikampf mit Fernando Alsonsos Ferrari bis zum Ende der vergangenen Saison die Aufmerksamkeit der Ingenieure brauchte.

"Wir mussten uns bis zum letzten Moment auf die Entwicklung des RB8 konzentrieren, um die beiden Titel zu verteidigen. Das hat die Entwicklung des neuen Autos zeitlich stärker beeinträchtigt, als uns lieb war", hatte Newey gesagt.

Webber macht Jungfernfahrt

Pünktlich zu den Tests in Jerez ab Dienstag hat Red Bull seinen neuen Boliden nun jedoch als sechstes Team vorgestellt.

Zuvor hatte Ferrari am Freitag den neuen F138 präsentiert, Ex-Weltmeister Jenson Button und Hamilton-Nachfolger Sergio Perez hatten am Donnerstag den neuen McLaren MP4-28 vorgestellt. (669838DIASHOW: der neue Ferrari)

Mercedes mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg stellt den neuen Silberpfeil am Montag im spanischen Jerez vor, wo ab Dienstag die ersten Testfahrten auf dem Programm stehen.

Die Jungfernfahrt im neuen "Bullen" wird wie vor der vergangenen Saison Webber vorbehalten sein, Vettel soll erst am Donnerstag und Freitag ins Cockpit steigen. Die Formel-1-Saison beginnt am 17. März in Melbourne. (SERVICE: Der Rennkalender 2013)

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