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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Lotus-Pilot Kimi Räikkönen gewann den Saisonauftakt in Australien © getty

Lotus-Pilot Kimi Räikkönen ist beim Bahrain-Training Schnellster. Webber lässt Weltmeister Vettel und die Ferrari hinter sich.

Manama - Keine fünf Minuten nach dem Training hatte sich Sebastian Vettel bereits aus seinem Overall geschält und war ganz "Mr. Cool".

In Shorts und mit der obligatorischen riesigen Sonnenbrille wirkte der Weltmeister trotz der Hitze beim Bahrain-GP (Quali, Sa. ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER; Highlights ab 16.30 Uhr im TV auf SPORT1) erstaunlich frisch - und nach seinem dritten Platz im ersten Schlagabtausch vor dem vierten Rennen der Formel-1-Saison tiefenentspannt.

"Das Auto ist schnell, wir müssen nur schauen, dass wir die Reifen länger am Leben halten als zuletzt", sagte der Red-Bull-Pilot: "Ich bin ganz zufrieden mit unserem Programm. Wenn wir alles aus dem Auto rausholen, sollten wir ganz gut aussehen." 705905(DIASHOW: Die Bilder aus Bahrain)

Räikkönen vorne

Obwohl der Vorjahressieger neue Teile testete und ausgiebig an seiner Rennabstimmung feilte, war Vettel mit seiner Zeit von 1:34,282 Minuten auf dem 5,412 Kilometer langen Kurs in der Wüste von Sakhir in Schlagdistanz zur Spitze. (DATENCENTER: Das Ergebnis)

Melbourne-Sieger Kimi Räikkönen (Finnland) drehte in seinem Lotus die schnellste Runde.

Seine Zeit: 1:34,154 Minuteen. Der "Iceman" liegt in der WM-Wertung hinter Vettel auf Platz zwei und kann den Titelverteidiger mit einem Sieg am Sonntag von der Spitze verdrängen.

Webber vor Vettel

Zweiter wurde Vettels Intimfeind und Teamkollege Mark Webber in 1:34,184 Minuten.

Nachdem die beiden Ferrari am Morgen noch dominiert hatten, kam Vize-Weltmeister Fernando Alonso mit seinen 1:34,310 Minuten am Ende lediglich auf Rang vier.

Felipe Massa, vormittags noch der Schnellste, benötigte 1:34,487 Minuten und wurde in der Endabrechnung nur Fünfter.

Allerdings sollte der Wüsten-Kurs dem Ferrari liegen - die Hälfte der bisherigen Rennen in Bahrain gewann ein Fahrer der Scuderia.

Lotus-Teamchef forsch

Auch vor dem umstrittensten Rennen der Saison in dem autoritären Golf-Staat bereiten den Mechanikern und Fahrern nach wie vor die Reifen großes Kopfzerbrechen.

Alle Piloten sind sich einig: Es gewinnt nicht der Schnellste, sondern der beste "Reifenflüsterer".

Und als solche sahen Vettels Konkurrenten zuletzt einfach besser aus.

Zwar führt der Heppenheimer die WM-Wertung mit drei Zählern Vorsprung auf Räikkönen und neun Punkten auf Alonso an, doch der Trend spricht nach Platz vier zuletzt in China und der starken Vorstellung von Räikkönen gegen den Champion.

Der Finne werde Vettel "bis zum letzten Rennen in den Hintern treten", kündigte Lotus-Teamchef Eric Boullier selbstbewusst an.

Dämpfer für Mercedes

Die Mercedes-Piloten Nico Rosberg (1:34,621 Min.) und Lewis Hamilton (1:34,976 Min.) kassierten in der Sakhir-Wüste einen Dämpfer.

Sie rangierten mit ihren Silberpfeilen auf Platz sieben und zehn nur im Mittelfeld.

"Wir müssen unsere Erwartungen wohl ein bisschen drosseln, wir sind nicht so schnell wie sonst", sagte Rosberg, "die Reifen werden wieder ein Riesenthema." Der Mercedes gilt insbesondere auf dem heißen Asphalt von Bahrain als Reifenfresser.

Proteste halten an

Adrian Sutil (1:34,932 Min.) landete im Force-India auf Rang neun, Nico Hülkenberg (1:36,133 Min.) musste sich im Sauber mit Platz 16 zufrieden geben.

Unterdessen halten die Proteste in Bahrain an. In der Nacht zu Freitag kam es auf den Straßen der Hauptstadt Manama und in anderen Orten erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Oppositionellen und der Polizei. (AKTUELL: Proteste? Formel 1 sorgt sich um Reifen)

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