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Lewis Hamilton (l.) wurde 2008 im McLaren Formel-1-Weltmeister © getty

Die Silberpfeile haken den WM-Titel schon vor Monza ab. Doch auch Platz 2 ist reizvoll. Wolff kündigt weitere Updates an.

Von Tobias Wiltschek

München - Lewis Hamilton kehrt an diesem Wochenende mit besten Erinnerungen nach Monza zurück.

Im vergangenen Jahr gewann er dort erstmals den Italien-GP, allerdings noch für sein ehemaliges Team McLaren.

An seiner Vorfreude auf den Hochgeschwindigkeitskurs ändert das nichts. Denn auch im Mercedes fühlt sich der Brite mittlerweile wohl.

Mit einem Sieg und vier weiteren Podiumsplatzierungen liegt er hinter Sebastian Vettel und Fernando Alonso auf Platz drei der Fahrer-Wertung.

Hamilton schwärmt von Monza

"Es ist wie eine Reise zurück zu den Wurzeln der Formel 1", schwärmt der Vollblut-Racer Hamilton vom Hochgeschwindigkeitskurs in der Lombardei.

"Wenn ich ganz oben auf dem Treppchen stehe und ausgebuht werde, würde es bedeuten, dass ich gewonnen habe. Und das will ich definitiv", sagt Hamilton.

Teamkollege Nico Rosberg ergänzt: "Es ist ein fantastisches Gefühl, in dem Wissen nach Monza zu reisen, dass wir ein schnelles Auto haben."

Neues Auto für Monza

Mercedes schickt in Monza einen neuen und völlig überarbeiteten Silberpfeil an der Start.

Damit wollen die Stuttgarter die Möglichkeiten ihres überlegenen Motors noch besser zur Geltung bringen und in der Konstrukteurswertung Ferrari weiter auf Distanz halten.

Keine Kampfansagen an Vettel

Mit Kampfansagen an Red Bull und Sebastian Vettel halten sich jedoch nicht nur die beiden Fahrer zurück (Bericht: Vettel-Rivalen rätseln).

"Vettel kann sich gar nicht mehr schlagen. Seine Strecken kommen doch erst noch. Der Vettel ist durch", sagte Vorstandschef Niki Lauda zu Hamiltons Chancen, den Rückstand von 58 Punkten auf den WM-Führenden noch aufzuholen.

Brawn lobt Red Bull

Teamchef Ross Brawn zollt in "Auto Bild" auch dem bislang überlegenen Team Respekt: "In der Vergangenheit gab es auch mal schwächere Rennen von Red Bull, bei denen man schon vorher wusste, dass sie Probleme bekommen. Aber sie haben hart an den Schwächen gearbeitet."

Mit 77 Punkten Abstand auf die "Bullen" liegen die Silberpfeile auch in der Konstrukteurs-WM fast aussichtslos zurück. Doch für das Team würde sich auch Platz zwei durchaus bezahlt machen. Geschätzte zehn Millionen Euro würde der dem Rennstall aus dem Prämientopf der Formel 1 zusätzlich einbringen (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

"Für uns ist die Konstrukteurs-WM sehr wichtig", betonte Motorsportchef Toto Wolff. "Allein deshalb schon entwickeln wir noch weiter." Auch nach den September-Rennen in Monza und Singapur sind also weitere Silber-Updates zu erwarten.

Spannender Dreikampf

Bei einem derzeitigen Vorsprung von nur 17 Punkten auf Ferrari und 38 Zählern auf Lotus ist ein spannendes Rennen bis zum Saisonfinale in Brasilien zu erwarten.

In diesen Dreikampf geht Mercedes durchaus selbstbewusst. "Zuletzt erzielten wir an einem starken Rennwochenende in Belgien ein gutes Teamergebnis. Genau das wollen wir in den verbleibenden Rennen der zweiten Saisonhälfte regelmäßig wiederholen", sagte Hamilton.

Beim vergangenen Grand Prix in Spa belegten er und sein Teamkollege Rosberg die Plätze drei und vier.

"Lewis und Nico haben mit ihren Leistungen in dieser Saison gezeigt, dass sie wahrscheinlich das ausgeglichenste Fahrerduo in der Formel 1 sind", lobte Wolff seine Fahrerpaarung.

Die soll den zweiten Platz bis zum 24. November in Sao Paulo verteidigen. Ein Ergebnis wie in Belgien wäre dafür an diesem Wochenende ein weiterer wichtiger Schritt.

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