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Kimi Räikkönen löst bei Ferrari im kommenden Jahr Felipe Massa ab © getty

Nach Räikkönens Wechsel zu Ferrari nimmt die Personalplanung bei Lotus Fahrt auf. Hülkenberg gilt als Favorit. Die Kandidaten.

Von Christoph Lother

München - Nico Hülkenberg, Felipe Massa, Pastor Maldonado - oder womöglich sogar Jenson Button?

Die Liste der möglichen Nachfolger von Kimi Räikkönen bei Lotus ist lang, die Gerüchteküche gewaltig am Brodeln.

Seitdem bekannt ist, dass Räikkönen zur kommenden Saison zu Ferrari zurückkehrt, können sie sich in Enstone vor Namen und Spekulationen kaum noch retten (576155DIASHOW: Das Fahrerkarussell 2014).

Geht es nach den Lotus-Bossen selbst, soll das vakante Cockpit des Finnen schon bis zum Großen Preis von Singapur am kommenden Wochenende (ab Fr., 12 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) vergeben sein.

SPORT1 nennt die heißesten Kandidaten auf die Räikkönen-Nachfolge.

Nico Hülkenberg (Sauber):

Der Deutsche gilt im Rennen um das Lotus-Cockpit als Favorit.

"Nach Kimis Absprung zu Ferrari reden wir jetzt noch mal mit Lotus", hatte Hülkenbergs Manager Werner Heinz bereits Ende vergangener Woche gesagt. Seitdem steht er in intensiven Verhandlungen mit Lotus-Teamchef Eric Boullier.

Hülkenberg, der seinen Vertrag beim finanziell schwer gebeutelten Sauber-Team längst aufgelöst hat, gilt als aufstrebendes und ehrgeiziges Talent. Beim Großen Preis von Italien bretterte er kürzlich bis auf Rang fünf vor. In der Fahrer-WM belegt der Emmericher derzeit Platz 14.

Was gegen Hülkenberg spricht, ist die mangelnde Erfahrung. Der 26-Jährige bestreitet aktuell erst seine dritte Formel-1-Saison - genau wie Räikkönens derzeitiger Teamkollege bei Lotus, Romain Grosjean.

Eine Kombination Hülkenberg/Grosjean wäre demnach durchaus gewagt.

Felipe Massa (Ferrari):

Sollte Grosjeans auslaufender Vertrag bei Lotus über die Saison hinaus verlängert werden, wäre Massa ein geeigneter Partner für den Franzosen.

Der Brasilianer hat bereits 184 Formel-1-Rennen auf dem Buckel und könnte dem als Heißsporn bekannten Grosjean wichtige Tipps geben, ihm in gewisser Weise vielleicht sogar als Vorbild dienen.

"Wir verhandeln mit Lotus, es läuft gut", sagte Massa dem brasilianischen TV-Sender "O Globo": "Sie haben ein wettbewerbsfähiges Auto. Das ist das, was ich will."

Einen möglichen Wechsel zu kleineren Rennställen wie Marussia oder Caterham schloss Massas Berater Nicolas Todt bei "Canal+" kategorisch aus: "Er wird nie für ein kleines Team fahren und nur eine untergeordnete Rolle in der Formel 1 spielen. Lotus ist momentan die interessanteste Option für uns."

Statt sich als Helfer im Titelkampf seines Teamkollegen Fernando Alonso aufzureiben, wolle er in den verbleibenden sieben Saisonrennen nun selbst angreifen und sich im Transferpoker entsprechend positionieren, betonte Massa selbst.

Neben Lotus könnte sich der 32-Jährige nämlich auch für McLaren empfehlen.

Jenson Button (McLaren):

Der zum Saisonende auslaufende Vertrag des 33-Jährigen bei McLaren wurde bislang noch nicht verlängert.

Daher wurde auch der Weltmeister von 2009 zuletzt zunehmend mit Lotus in Verbindung gebracht.

Genau wie Massa, verfügt auch Button über enorme Erfahrung. Ganze 240-mal ging der Brite mittlerweile in der Königsklasse an den Start, sein Debüt feierte er vor 13 Jahren.

Sollte Button McLaren verlassen, wäre Lotus sicherlich eine gleichwertige Alternative. Hülkenberg und Massa wiederum könnten sich dann um Buttons Nachfolge bei McLaren bemühen.

Pastor Maldonado (Williams):

Der 28-Jährige selbst sieht seine Zukunft zwar bei Williams, die Rückendeckung durch seinen Arbeitgeber hält sich nach der bislang mageren Saisonausbeute von nur einem Pünktchen aber in Grenzen.

"Ich habe vor, auch im nächsten Jahr hier zu sein. Aber man weiß ja nie", sagte Maldonado bei "motorsport-total.com".

Ein interessanter Kandidat für Lotus ist der Venezolaner schon deshalb, weil er dem finanziell angeschlagenen Team aus Enstone mit den üppigen Sponsorengeldern aus seiner Heimat erheblich weiterhelfen könnte.

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