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Ferrari blickt auf den schlechtesten Saisonstart seit 1992 © imago

Nach blamablen Auftakt hat Ferrari-Boss di Montezemolo im Scuderia-Stall mächtig aufgeräumt: Der Teammanager wurde abkommandiert.

München - Nach zwei Saisonrennen steht der glorreiche Ferrari-Rennstall noch immer mit leeren Händen da.

Nicht einen einzigen Punkt konnten die Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen in Australien und Malaysia 89211(Bilder) für die Scuderia einfahren (DATENCENTER: Ergebnisse und WM-Stand).

Nun hat Ferrari-Boss Luca die Montezemolo seine Ankündigung "entschlossen zu reagieren" wahr gemacht. Auf die blamable Bilanz des Traditionsteams aus Maranello folgen personelle Konsequenzen.

Teammanager Luca Baldisserri wird ab sofort nicht mehr bei den Rennen vor Ort sein und damit faktisch seines Amtes enthoben. Chefingenieur Chris Dyer wird von jetzt an mit dieser Aufgabe betraut.

Baldisserri soll sich stattdessen künftig um die Koordination zwischen Rennstrecke und Fabrik kümmern.

Comeback in China?

Darüber hinaus hat Ferrari eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die dem nicht WM-tauglichen F60-Boliden Beine machen soll. Nicht weniger als eine Runderneuerung steht dem roten Renner bevor.

Wie "Motorsport-Total" berichtet, wurde mit Hilfe von Testfahrer Marc Gene bereits ein neuer Frontflügel erarbeitet.

Bereits beim Großen Preis von China am Sonntag (Training, Fr., ab 8 Uhr LIVE) sollen die eingeleiteten Maßnahmen die von di Montezemolo geforderte Wende zum Positiven einleiten.

Entwicklung eines "Doppel-Diffusors"

Wie unter anderem Rivale McLaren-Mercedes und BMW tüfteln die Roten derzeit an einem "Doppel-Diffusor" wie ihn Königsklassen-Stürmer Brawn GP und die Teams von Toyota und Williams fahren.

Denn sollte die FIA am Dienstag in Paris den umstrittenen Lösungen der Konkurrenz grünes Licht erteilen, will der italienische Rennstall mit der Entwicklung nicht bei null beginnen müssen. (Das Ende der D-Formel?).

Der Rückstand auf die Konkurrenz ist ohnehin schon groß genug.

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