Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat die umstrittene Taktik seines Rennstalls im Teamorder-Skandal von Hockenheim energisch verteidigt.

"Diese Polemik interessiert mich nicht. Also genug der Heuchelei", sagte di Montezemolo auf der Ferrari-Homepage: "Ich habe immer gesagt, dass die Interessen des Teams vor denen des Einzelnen stehen. Diese Dinge passieren seit den Tagen von (Tazio) Nuvolari, und - wie ich selbst als Sportdirektor erlebt habe - von Niki Lauda. Und nicht nur da."

Die Rennkommissare waren nach dem Ferrari-Doppelsieg auf dem Hockenheimring am Sonntag überzeugt, dass das Überholmanöver des späteren Siegers Fernando Alonso gegen seinen zu dem Zeitpunkt führenden Teamkollegen Felipe Massa auf Anweisung des Teams zustande gekommen war und verdonnerten die Scuderia zu einer Strafe von 100.000 Dollar.

Die Teamorder ist seit 2003 explizit verboten. Das World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA tagt bei nächster Gelegenheit, um über weitere Sanktionen für Ferrari zu beratschlagen.

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