Zweimal Ja, dreimal Jein, zweimal Nein, fünf Enthaltungen: Die Teamchefs der Formel 1 sind in der Diskussion um eine Abschaffung des Teamorder-Verbots uneinig. In einer Umfrage der "Bild" sprachen sich Ferrari und Sauber für eine Abschaffung des Verbots aus.

Mercedes, Force India und Red Bull waren unentschlossen, Toro Rosso und Hispania dagegen.

"Formel 1 ist ein Teamsport", argumentierte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali und lag damit auf einer ähnlichen Wellenlänge wie tags zuvor Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. "Teamorder sollte in Zukunft erlaubt sein, weil in der Formel 1 letztlich die Interessen des Teams im Vordergrund stehen", meinte Peter Sauber.

Ross Brawn, Teamchef von Michael Schumacher und Nico Rosberg bei Mercedes, sagte: "Im Moment geht das Verbot der Teamorder in vielerlei Hinsicht an der Realität vorbei. Teams und FIA müssen gemeinsam eine Lösung erarbeiten, die den Wettbewerb genauso berücksichtigt wie die Interessen des Teams. Unsere Fahrer sollen gegeneinander fahren, aber letztlich auch an das gesamte Team denken."

Sebastian Vettels Red-Bull-Boss Christian Horner wich ein bisschen aus: "Es ist völlig egal, ob Stallorder richtig oder falsch ist. Sie ist durch die Regeln verboten. Das ist der Stand."

Force-India-Teammanager Andy Stevenson meinte, dass "eher die Regel falsch ist, als dass Ferrari etwas falsch gemacht" habe. Allerdings wollte der Teamchef von Adrian Sutil die Thematik nicht abschließend beurteilen: "Wir waren noch nie in einer solchen Situation."

Klar gegen ein Verbot sprechen sich Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost und Hispania-Boss Collin Kolles aus: "Stallorder muss verboten bleiben. Sonst würde der Sport zu sehr beschädigt."

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