In der Diskussion um den Teamorder-Skandal von Hockenheim, wo das Überholmanöver der Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa für einen Eklat gesorgt hatte, hat sich nun auch ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk zu Wort gemeldet.

Im Gespräch mit der "Welt" forderte der 59 Jahre alte Vizepräsident des Automobil-Weltverbandes FIA eine weitere Bestrafung für die Scuderia. Gleichzeitig plädiert er für die Abschaffung des umstrittenen Teamorder-Verbots in der Formel 1.

"Es kann nicht sein, dass man sich mit 100.000 Dollar Strafe auch in der Zukunft WM-Punkte oder WM-Vorteile sozusagen erkaufen kann, obwohl man eindeutig gegen bestehende Regeln verstößt", sagte Tomczyk. Als zusätzliche Strafe hält er eine Aberkennung von WM-Punkten sowohl für die Team- als auch die Fahrerwertung oder sogar eine Suspendierung für einige Rennen für möglich.

Hinsichtlich des Teamorder-Verbots hat das ehemalige Mitglied des Welt-Motorsport-Councils ebenfalls eine klare Meinung. `Ich glaube, dass das Verbot der Stallorder nicht mehr zeitgemäß ist.

Wenn man die Fahrerverträge betrachtet und die starke Affinität des Sports zu Sponsoren und Herstellern sowie die Tatsache, dass es ein extremer Teamsport ist, sollte man ein Verbot der Stallorder nicht aufrechterhalten", sagte Tomczyk.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel