Patrick Head wird einen Großteil seiner Anteile am Williams-Team abgeben und in absehbarer Zeit seinen Posten als leitender Ingenieur räumen.

Das teilte der 65-jährige Brite am Dienstag mit. "Damit verabschiede ich mich aus dem Tagesgeschäft. Ich möchte dem Team aber in einer leitenden Funktion erhalten bleiben, zum Beispiel als Direktor der Williams Hybrid Power", sagte Head.

Die WHP beschäftigt sich mit dem Transfer von Formel-1-Technologie.

Head macht seinen Entschluss wenige Wochen vor dem Börsengang der Firma Williams Grand Prix Holdings PLC öffentlich, zu der unter anderem das Formel-1-Team gehört.

Ab dem 2. März wird die Aktie in Frankfurt gehandelt. Dabei werden genau 27,39 Prozent der Firma veräußert, der langjährige Besitzer Frank Williams bleibt allerdings Mehrheitseigentümer und somit weiterhin in Kontrolle von mindestens 50 Prozent der Anteile.

"Auch nach dem Börsengang werde ich ein bedeutender Anteilseigner mit etwa fünf Prozent sein. Das soll auch bis zu meinem Rückzug so bleiben", sagte Head, dem derzeit etwa 27 Prozent der Anteile gehören.

Head hatte den Rennstall 1977 gemeinsam mit Frank Williams ins Leben gerufen und eine ganze Reihe von Weltmeisterautos entworfen.

Williams holte seit der Gründung mit Alan Jones, Keke Rosberg, Nelson Piquet, Nigel Mansell, Alain Prost, Damon Hill und Jacques Villeneuve sieben Fahrer-Titel mit sieben verschiedenen Piloten und insgesamt neun Konstrukteurs-Titel.

Insgesamt kommt Williams auf 113 Rennsiege, davon sechs durch Ralf Schumacher und einen durch Heinz-Harald Frentzen.

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