Für Formel-1-Pilot Nick Heidfeld birgt die neue Technik ein großes Unfallrisiko.

"Mit den Lenkrädern wird es von Jahr zu Jahr schlimmer", sagte der 33-Jährige, der bei Renault das Cockpit des bei einem Rallye-Unfall schwer verletzten Polen Robert Kubica übernommen hat, dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wir sind am Limit!"

Mit den beiden in dieser Saison neu eingeführten Knöpfen für das Energierückgewinnungsssystem Kers und die verstellbaren Heckflügel entwickele sich "die Technik zu einer Gefahr, und so haben wir das der FIA auch mitgeteilt".

In der Praxis müsse er "mehr oder weniger gleichzeitig beide Knöpfe drücken, nicht selten an einer Stelle, wo ich hochschalten muss, und gleichzeitig sollte ich ja noch ein wenig lenken", sagte Heidfeld. Das sei nicht nur "vom Rhythmus her schwierig", sondern auch "von der reinen Haptik".

So stelle er sich einen "besonders schwierigen Griff beim Klavierspielen vor, allerdings dann bei Tempo 250". Das "Fuck-up-Potenzial" sei "ausgesprochen hoch". "Lenken, schalten, Knöpfe bedienen und das mitten im Zweikampf", so der Pilot.

"Und gleichzeitig ein Auge für die optischen Signale frei haben, die anzeigen, ob man die erwünschte Technik überhaupt einsetzen darf."

In der Fahrervereinigung GPDA sei man sich einig, dass bezüglich der Innovationen "das technische Reglement einschreiten und einschränken" muss.

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