Timo Glock schlägt Alarm: Sein Virgin-Team laufe Gefahr, bei den kommenden Grands Prix nicht starten zu dürfen, sollten nicht signifikante Verbesserungen am Rennwagen vorgenommen werden.

"In Sachen Leistung haben wir uns meiner Meinung nach zurückentwickelt", sagte der Odenwälder, der den Auftakt-Grand-Prix in Melbourne aufgrund technischer Probleme nicht beendet hatte.

Schon im Qualifying konnte Virgin das vorzeitige Aus aufgrund der neuen 107-Prozent-Regel nur haarscharf vermeiden.

"Die anderen haben einfach gewaltige Schritte gemacht", analysierte Glock: "Wir waren dazu nicht in der Lage."

Man habe es nach den abschließenden Wintertests in Barcelona nicht glauben wollen, so Glock weiter: "Aber nun ist es offensichtlich, dass wir nicht dort sind, wo wir sein sollten. Das Team muss über gewisse Dinge nachdenken und sie ändern, um uns näher heran zu bringen. Wir können so nicht weitermachen. Das geht nicht."

Über das drohende Aus im Qualifying, das laut der Regel ein Verbot fürs Rennen nach sich zieht, meinte Glock, Virgin laufe definitiv Gefahr, künftig vorzeitig zu scheitern.

"An einem Punkt waren wir schon 105 Prozent weg, wir hatten also noch ein wenig Luft. Aber wenn die anderen im ersten Durchgang die weichen Reifen aufziehen und wirklich Gas geben, werden wir massiv gefährdet sein."

Glock zog zudem die Philosophie seines Teams, das Auto lediglich aufgrund von Computer-Daten zu entwickeln, in Zweifel. "Andere Teams nutzen auch CFD (Computer-Programm, d. Red.), allerdings in Verbindung mit dem Wind-Tunnel. Wir müssen an den Punkt kommen und darüber noch einmal nachdenken."

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