Mercedes-Sportchef Norbert Haug fürchtet keine Flucht seiner Sternfahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg zum Saisonende.

"Null. Nullkommanull. Unsere Fahrer kneifen nicht, wenn es schwierig wird", sagte Haug im Vorfeld des Großen Preises von China der "Bild"-Zeitung.

Die ersten beiden Rennen verliefen für Mercedes alles andere als wunschgemäß. Die zwei Punkte für Schumachers neunten Platz am vorigen Sonntag in Malaysia sind die magere Ausbeute.

Rekordweltmeister Schumacher gibt sich aber kämpferisch und will wie in früheren Zeiten bei Ferrari für eine Verbesserung arbeiten. "Auch Michael Schumacher hat als erfolgreichster Rennfahrer aller Zeiten die meiste Zeit seiner Karriere mit Aufholjagden verbracht. Er hat 91 Rennen gewonnen - mehr als jeder andere - aber doch doppelt so viele nicht gewonnen", sagte Haug.

Der Schwabe ist überzeugt, dass der Silberpfeil durchaus mehr Potenzial habe, das Team dieses bislang aber noch nicht abgerufen habe. Daran arbeite man jetzt, allerdings ohne in Hektik zu verfallen, sagte Haug am Freitagmorgen in Shanghai.

"Ein Auto neu zu bauen, sehe ich erstmal nicht. Viele Anbauteile können modifiziert werden. Man kann dreiviertel des Autos umbauen", sagte Haug: "Wenn man weiß, was zu tun ist, kann man vieles tun. Aber man darf nicht das Falsche tun."

Haug räumt ein, dass sein Team vom vierten Rang des Vorjahres zurückgefallen ist.

"Renault hat sich vor uns gesetzt und ist jetzt vierte Kraft", sagte er. Man sei aber bei der Entwicklung bewusst ins Risiko gegangen. "Aber das ist notwendig, wenn man große Schritte machen will. Die klappen dann aber nicht immer beim ersten Mal", erklärte Haug.

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