Sebastian Vettels Boss Helmut Marko hat die Kritik von Rekordweltmeister Michael Schumacher an einer angeblich illegalen Teamgröße bei Red Bull gekontert.

Zum einen, so erklärte Red-Bull-Motorsportchef Marko in "Auto Bild Motorsport", sei die Vereinbarung über eine Begrenzung der Mitarbeiter "nie in Kraft getreten", da die Österreicher ihre Zustimmung verweigert hätten.

Zudem verwies Marko darauf, dass Mercedes in der Motorenabteilung HighPerformanceEngines in Stuttgart 400 Mitarbeiter beschäftige, Red Bulls Motorenhersteller Renault in Viry-Chatillon eigenen Angaben nach aber nur 170.

"Herr Schumacher sollte sich mal erkundigen, wie viele Leute in Brixworth an seinem Mercedes-Motor arbeiten. Das sind dreimal mehr als an unserem Renault", sagte Marko.

Schumacher hatte sich in der vergangenen Woche darauf berufen, dass Mercedes im Teamsitz in Brackley 400 Mitarbeiter beschäftigte, Red Bull in Milton Keynes dagegen 550 und erklärt:

"Es gibt die Vereinbarung, dass es eine Obergrenze hinsichtlich der Personalstärke geben soll, aber gewisse Teams respektieren das nicht. Wenn man unsere Mitarbeiterzahl mit der von Red Bull vergleicht, ist das ein ganz anderes Spielfeld. Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen. Jetzt müssen wir sehen, wer reagieren muss - ob jeder das macht, was er will, oder ob sich die Teams doch endlich an die Vereinbarungen halten."

Marko entgegnete nun, man sträube sich gegen die Mitarbeiterbegrenzung, "weil sie rein auf die Chassis-Entwicklung bezogen ist. Wenn auch das Personal im Motorenwerk begrenzt würde, dann würden wir mit uns reden lassen. Warum sollten wir Zugeständnisse bei der Entwicklung des Chassis machen, wenn Mercedes beim Motor alle Freiheiten hat?"

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