Nach dem enttäuschenden vierten Platz von Formel-1-Pilot Sebastian Vettel beim Grand Prix am Nürburgring übt sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner in Beschwichtigung.

In einem Interview mit "Sport Bild" sagte Horner: "Vor einigen Jahren hätten wir von einem vierten Platz doch noch geträumt. Sebastian führt nach dem Rennen in Deutschland mit 77 Punkten Vorsprung in der WM vor unserem anderen Piloten Mark Webber. Wir belegten am Nürburgring die Plätze drei und vier, und wir führen die Konstrukteurswertung an. Da gibt es erst mal keinen Grund, enttäuscht zu sein. Es ist auch für Sebastian unmöglich, jedes Rennen zu gewinnen. Aber er fährt konstant auf extrem hohem Niveau. Das zeichnet ihn unter anderem aus."

Zudem wies Horner Behauptungen zurück, Vettel sei nur wegen seines Autos so stark. "Natürlich ist ein Formel-1-Fahrer ? anders als ein Leichtathlet oder Tennisspieler ? sehr abhängig von seinem Arbeitsgerät. Aber es kommt immer noch darauf an, was er daraus macht. Sebastian wäre ohne uns und sein Auto nicht so gut. Doch wir wären auch nicht so gut ohne Sebastian. Es ist die Kombination aus beidem, die uns so erfolgreich macht. Sebastian ist ein größerer Racer als jeder andere hier im Feld."

Für Vettels Teamkollegen Mark Webber hat Horner gute Nachrichten.

Der Teamchef bestätigte, dass der Vertrag mit dem Australier verlängert wird: "Eigentlich fehlt nur noch die Unterschrift, für mich ist das nur noch eine Formalität. Es gibt keinen Grund, unsere Fahrerpaarung 2012 zu ändern. Sie treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Ehrlich gesagt: Ich persönlich habe ein Problem damit, irgendeinen anderen Piloten in unserem Auto zu sehen oder Mark Webber in einem anderen Team."

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