Der frühere Formel1-Pilot Gerhard Berger hat gegenüber Mercedes und Michael Schumacher scharfe Kritik geäußert.

Beim Grand-Prix in Spa am vergangenen Wochenende fuhr Michael Schumacher vom 24 noch auf den fünften Platz. Dabei überholte er zum Schluss Teamkollege Nico Rosberg, der durch einen Funkspruch aus der Box die Order erhielt, Benzin zu sparen und sein Tempo drosselte.

Für Berger eindeutig eine versteckte Stallregie. "Wenn man sich am fünften oder sechsten Platz bewegt, dann wäre es viel besser, man überlegt sich, wie man ein Siegerauto baut, als wen man nach vorne oder nach hinten spielt, denn bei diesen Positionen ist das völlig egal", sagte Berger bei "ServusTV".

Und der 52-Jährige legte nach: "Man muss sie frei fahren lassen und wenn die Jugend siegt, dann siegt die Jugend - und das ist Rosberg. Ich finde es total falsch, unter solchen Umständen Strategien zu machen."

Zudem spottet Berger: "Es steht Michael zu, dass er überholt hat, weil er hat diesmal den goldenen Helm aufgehabt hat - nach 20 Jahren, außerdem mit Mercedes. Aber ich finde das scheiße, denn wir sind bei einem Rennen und nicht bei einem Werbespot-Dreh."

Schumacher habe eine künstliche Order "nicht nötig", so Berger, der den ehemaligen Formel1-Weltmeister weiter Grand-Prix-Siege zutraut.

"Er war im Rennen nur hinter den vier Superstars wie Vettel oder Rosberg. Dass er Rosberg heute nicht mehr hinterherkommt, das hat man gesehen, aber da fehlen auch nur zwei, drei Zehntel", sagte Berger und fügt an: "Er ist immer noch besser als die meisten anderen. Und in einem Red Bull würde er Rennen gewinnen, auch wenn er Vettel nicht schlagen würde."

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