Luca di Montezemolo hat zum wiederholten Male ein Ende des Formel-1-Engagements der Scuderia Ferrari angedroht.

Der Rennstall aus Maranello, seit der ersten Saison im Jahr 1950 andauerndes Mitglied der Königsklasse, werde sein Engagement nur im Falle massiver Regeländerungen weiterführen, so der 64-jährige Unternehmer.

"Die Formel 1 ist unser Leben, aber ohne Ferrari gibt es keine Formel 1, genauso wie Ferrari ohne die Formel 1 anders wäre", sagte der Präsident des italienischen Traditionsrennstalls: "Wenn die Formel 1 Ferrari will, muss sie sich ändern."

Vor allem die Abhängigkeit von der Aerodynamik, die derzeit 90 Prozent der Leistungsfähigkeit ausmache, ist di Montezemolo ein Dorn im Auge, die Entwicklung vertrage sich nicht gut mit der Straßenwagen-Sektion des italienischen Herstellers.

"Wir sind sehr geduldig, aber es gibt klare Bedingungen dafür, dass wir unsere Arbeit fortsetzen", erklärte der Boss der Scuderia: "Wir fahren nicht nur für Publicity, sondern vor allem um Forschungen in allen Bereichen unserer Straßenwagen-Produktion durchzuführen."

Außerdem sprach sich di Montezemolo erneut für eine Lockerung des Testverbots und die Möglichkeit, ein drittes Auto starten zu lassen, aus.

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