Michael Schumacher sieht die Ursache für die Anlaufschwierigkeiten des Silberpfeil-Rennstalls im dem WM-Titel, den das Brawn-Team vor dem Zusammenschluss mit Mercedes gewann.

"Der Umbruch im Team vor und während der Saison 2009 war einfach zu groß", sagte Schumacher der "Sport Bild" mit Blick auf die Übernahme des Weltmeister-Teams durch Mercedes Ende 2009: "Der WM-Titel hat, auch wenn sich das im ersten Moment paradox anhört, nicht gerade geholfen. Denn der Kampf um die WM führte dazu, dass am Auto für 2010 kaum gearbeitet werden konnte."

Inzwischen sei die Fusion der beiden Teams aber erfolgreich vollzogen.

"Jeder im Team arbeitet mit Vollgas daran, neue Erfolge zu ermöglichen. Ich bin da absolut optimistisch", meinte Schumi.

Dass er im teaminternen Duell gegen Nico Rosberg bislang den kürzeren gezogen hat, akzeptiert Schumacher ohne Probleme.

"Nico macht einen sehr guten Job, da sind sich im Team alle einig. Ich kann nur neidlos anerkennen, dass er im Qualifying sehr stark ist und hier häufig schneller war. Meine Stärken lagen 2011 eher im Rennen", sagte er.

Wenn er gefragt wird, warum er nicht mehr gewinnt, antwortet der 91-malige GP-Sieger: "Dass man Erfolg nicht garantieren kann - und dass gerade das das Schöne am Sport und am Wettbewerb ist. Ich mag die Herausforderung, für den Erfolg arbeiten zu müssen und nichts geschenkt zu kriegen."

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