Nach dem tragischen Unfall von Marussia-Testpilotin Maria de Villota, bei dem die 32-Jährige lebensgefährliche Verletzungen erlitt, meldet sich nun der Teamchef der russischen Rennstalls, John Booth, zu Wort.
"Maria ist stabil. Die Schwellung am Kopf ist nicht schlimmer geworden. Das ist erst einmal eine gute Nachricht. Aber sicher ist, dass es eine lange Zeit dauern wird bis sie wieder ganz gesund ist", sagte Booth in der "Bild" über den Gesundheitszustand der Spanierin.
Dass de Villota bei der Testfahrt im Boliden saß, verteidigt der 57-Jährige.
"Sie hat schon viel Erfahrung in anderen Rennserien gesammelt, hat viele Autos gefahren. Diese Straight-Line-Tests machen reguläre Fahrer erst gar nicht, weil es ihnen zu langweilig ist. Jedes Team in der Formel 1 nimmt dafür seine Test- und Ersatzfahrer."
Fahrlässiges Verhalten schließt Booth somit aus: "Wir haben nicht fahrlässig gehandelt. Das ist die normale Methode eines Teams, seine jungen Ersatzfahrer zu schulen und ihnen Erfahrung zu bringen. Und es war auch nicht das erste Mal, dass Maria ein modernes Formel-1-Auto gefahren ist."
Britische Behörden haben nach dem Unfall Ermittlungen eingeleitet. "Die Ermittlungen werden Monate dauern. Vor dem Abschluss der Untersuchung dürfen wir nicht über Vermutungen reden", meinte Booth
De Villota, die neben schweren Kopf- und Gesichtverletzungen ihr rechtes Auge verlor, befindet sich nach einer zweiten OP auf dem Weg der Besserung.
