Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (41) hat nach dem unerwartet guten Start in die Formel-1-Saison die Euphorie gebremst.

"Ob das jetzt so weiter geht, wissen wir nicht. Es gibt nach wie vor viele Fragezeichen", sagte der Österreicher vor dem Großen Preis von China (Training Fr., 7 Uhr LIVE im TV auf SPORT1), "gerade in den letzten Jahren haben wir immer wieder im Laufe der Saison das Entwicklungstempo nicht halten können. Das wird der entscheidende Faktor in diesem Jahr sein."

Die Konkurrenz wie der bisher enttäuschende McLaren säße den Stuttgartern im Nacken: "Da müssen wir besonders wachsam sein. Parallel dazu müssen wir für 2014 entwickeln. Jetzt schon Vorfreude zu entwickeln, wäre definitiv fehl am Platz."

Zuletzt gelang den Silberpfeilpiloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg mit Rang drei und vier in Malaysia das bisher beste Teamergebnis seit der Rückkehr als Werksteam in die Formel 1.

Experten wie der Ex-Weltmeister Sir Jackie Stewart zählen Mercedes seitdem bereits zu den WM-Kandidaten.

Allerdings hatte es in Malaysia auch große Diskussionen um eine Stallorder gegeben. Eine unglückliche Situation, wie Wolff zugibt: "Die Situation ist, wie sie ist. Sportlich ist es nicht immer schön anzuschauen, wenn eine Stallorder ausgesprochen wird. Aber in diesem Moment musste Ross Brawn (Teamchef, d. Red.) von den Fahrern verlangen, das Ergebnis nach Hause zu fahren."

Hamilton sei aber "mit Sicherheit nicht" die Nummer eins des Teams.

Rosberg hatte Hamilton in der Schlussphase des Rennens nicht überholen dürfen, obwohl er ganz offensichtlich schneller war. Das Team begründete die Entscheidung mit Benzinmangel.

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