Helmut Marko, Motorsportberater bei Sebastian Vettels Red-Bull-Team, hat Lotus zum Hauptkonkurrenten im Kampf um die Formel-1-WM erklärt und sich dabei eine Spitze gegen Ferrari erlaubt.

"Uns war schon lange klar, dass Lotus der schärfste Gegner sein wird. Lotus fürchten wir momentan mehr als Ferrari", sagte der 69-Jährige der österreichischen "Kleinen Zeitung".

Vor allem die Rennpace sorge bei Red Bull für Verwunderung. "Was die Lotus im Rennen so schnell macht, ist uns ein Rätsel", sagte Marko.

Der frühere Champion Kimi Räikkönen hatte im Lotus den Saisonauftakt in Australien gewonnen und fuhr zudem in China und Bahrain jeweils auf den zweiten Platz. In der Gesamtwertung liegt der Finne mit 67 Punkten zehn Zähler hinter Titelverteidiger und Spitzenreiter Vettel (77).

Vizeweltmeister Fernando Alonso (Spanien/47) hat im Ferrari bereits 30 Punkte Rückstand.

Gerüchte, Red Bull habe sich für die kommende Saison bereits Räikkönens Dienste als Ersatz für Vettels ungeliebten Teamkollegen Mark Webber (Australien) gesichert, wies Marko erneut zurück: "Ich habe es schon mehrmals gesagt. Fahrerentscheidungen fallen bei uns frühestens im August. Und das wird in diesem Jahr auch so sein."

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