Teamgründer Peter Sauber (69) kämpft mit Hochdruck gegen den finanziellen Kollaps bei seinem gleichnamigen Formel-1-Rennstall. "Wir werden in einigen Tagen eine Lösung haben", sagte Sauber in einem Interview mit dem "Blick", "wir kommen zurück."

Trotz der möglichen Zwangsvollstreckungen und Schulden in Millionenhöhe stehe der Traditionsrennstall um Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) nicht vor dem Aus. "Wir fahren nicht nur diese Saison zu Ende. Sondern wir werden noch viele Jahre in der Formel 1 sein", sagte Sauber, dessen Team seit 1993 in der Königsklasse des Motorsports fährt.

Sauber sei von der Rettung des Rennstalls überzeugt. Gemeinsam mit Teamchefin Monisha Kaltenborn führt er Verhandlungen mit zwei potenziellen Sponsoren, die frisches Geld in die Kassen spülen würden. Die Gespräche stünden "kurz vor dem Abschluss. Nochmals: Ich bin überzeugt, dass uns die Rettung gelingt."

Die neuen Geldgeber könnten aus Russland kommen. Das weltweit größte Erdgasförderunternehmen Gazprom und eine russische Bank sollen an einer Partnerschaft interessiert sein. Schweizer Medien berichten von "zwei seriösen Investoren", die Interesse zeigen, bei Sauber einzusteigen.

Angeblich plagen Sauber bis zu 100 Millionen Euro Schulden, Zulieferer würden seit Monaten auf die Begleichung ihrer Rechnungen warten und auch Hülkenberg habe zuletzt kein Gehalt bekommen. Deshalb hatte er bereits vorsorglich seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag gekündigt.

Sauber stellte klar, "dass diese Zahlen nicht stimmen. Wir haben noch niemanden entlassen und haben die Löhne immer pünktlich bezahlt."

Allerdings sei die "Lage ernst. Es ist eine der schwierigsten Situationen, seit ich im Motorsport bin."

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