Obwohl sein Rennstall mittlerweile schon seit fünf Jahren auf den Gewinn des Konstrukteurs-Titel in der Formel 1 wartet, hat Ferrari-Boss Luca di Montezemolo weiterhin vollstes Vertrauen in Teamchef Stefano Domenicali.

"Niemals" würde er diesen austauschen, betonte di Montezemolo in der "Gazetta dello Sport": "Er würde uns fehlen."

Den aktuellen Rückstand der Scuderia auf das dominante Red-Bull-Team will di Montezemolo nicht überbewerten. Domenicali habe "gut gearbeitet und das Team auf die Zukunft vorbereitet", erklärte der 66-Jährige und fügte hinzu: "In den vergangenen drei Jahren haben wir zwei WM-Titel beim letzten Saisonrennen verloren, und das war nicht sein Fehler."

Dafür, dass in den vergangenen drei Jahren jeweils Red Bull die Konstrukteurs-WM gewinnen konnte, sei Domenicali nicht verantwortlich, stellte di Montezemolo klar: "Das Loch nach der Schumacher-Ära wurde durch die Versäumnisse an der Simulator-Front und bei der Aerodynamik verursacht."

Durch die Verpflichtung des bisherigen Lotus-Technikchefs James Allison erwartet der Ferrari-Boss in der kommenden Saison einen Sprung nach vorne.

"Er kennt das Team und die Leute, und er spricht Italienisch. Andere wollten ihn auch, aber er hat uns bevorzugt und wird auch die Arbeitsmethoden in vielen Bereichen ändern", sagte di Montezemolo: "Jetzt haben wir die Kreativität, die uns gefehlt hat."

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