Der frühere Weltmeister Jacques Villeneuve (42) hat den Ferrari-Rennstall für die erneute Verpflichtung des Finnen Kimi Räikkönen als Fahrer für die kommende Saison kritisiert.

"Die sind ja komplett wahnsinnig bei Ferrari, Kimi zurückzuholen. Er kann nicht mit Ingenieuren arbeiten, er kann das Auto nicht weiterentwickeln, er nimmt keine Sponsoren-Termine wahr - er kann nur schnell Auto fahren", sagte Villeneuve der "Bild".

Der eigenwillige "Iceman" Räikkönen war bereits von 2007 bis 2009 für Ferrari aktiv und holte mit der Scuderia vor sechs Jahren deren bislang letzten WM-Titel. Gemeinsam mit dem Spanier Fernando Alonso wird der 32-Jährige, der noch bis zum Saisonende für Lotus fährt, in der kommenden Saison die wohl explosivste Fahrerpaarung der Formel 1 bilden.

Darüber hinaus kritisierte Villeneuve, 1997 mit Williams Weltmeister, die Entwicklung der gesamten Rennserie wegen des leichtfertigen Umgangs mit hohen Geldbeträgen scharf.

"Es war mal ein Sport voller Helden, an der Grenze des Menschlichen, immer extrem, Technik und Ingenieure am Limit - und immer eine Logik dahinter. Die Formel 1 ist den falschen Weg gegangen: Es wird immer noch viel Geld ausgegeben, aber ohne Logik", betonte der Kanadier.

Hier gibt's alle News zur Formel 1

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel