Das Lotus-Team wird sich trotz zahlreicher Bewerbungen mit der Fahrerbekanntgabe Zeit lassen - was nicht zuletzt an die finanzielle Situation des Rennstalls gekoppelt ist.

Diesbezüglich gibt es nach wie vor keine Einigung über einen Investorendeal mit Infinity Racing. Außerdem hatte der zu Ferrari abgewanderte Kimi Räikönen offen zugegeben, häufig nicht rechtzeitig sein Gehalt erhalten zu haben.

Erst wenn diese wichtigen monetären Fragen geklärt sind, werde man sich den Personalentscheidungen zuwenden, so Teamchef Eric Boullier. "Danach können wir über die Fahrer für das nächste Jahr nachdenken - aber auch für 2015, 2016 und 2017."

Mit dem dann zur Verfügung stehenden Geld ließe sich die Fahrerpaarung entspannter angehen, was gleichzeitig mehrere Optionen eröffnen würde: "Sehen wir uns nach einem Youngster um, der drei Jahre bei uns bleiben kann, oder zocken wir auf ein Jahr und schauen danach, was der Markt zu bieten hat?", legte der Franzose die unterschiedlichen Strategien seiner Mannschaft vor.

Währenddessen wird den zweiten Platz vermutlich Romain Grojean behalten, der zuletzt ansteigende Form zeigte und sich der Rückendeckung seines Teamchefs sicher ist.

"Es wäre ein großer Fehler, ihn auszuwechseln - aber er muss so weitermachen", sagte Boullier. "Er bringt mittlerweile seit fünf Rennen in Folge Leistung. Wenn er es in fünf kann, kann er es auch in zehn und wenn er es in zehn kann, dann auch für den Rest seines Lebens."

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