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Nach dem schwierigen Saisonstart in der Formel 1 ist Weltmeister Sebastian Vettel bereits im April von seinem Rennstall Red Bull Racing in die Pflicht genommen worden. Das sagte Motorsportberater Helmut Marko im Gespräch mit der BBC.

"Ich habe ihm gesagt: Es arbeiten 50 Ingenieure an diesem Motor und sie bekommen es nicht hin. Du bist ein Top-Fahrer, du musst es jetzt richten", berichtete der 71-Jährige über ein Gespräch, dass er mit Vettel nach dem vierten Saisonrennen in China geführt habe.

Zudem berichtete Marko, dass Red Bull vor der Saison 2013 eine Verpflichtung des damaligen McLaren-Piloten Lewis Hamilton in Betracht zog, sich aber letztlich gegen ein zweites Alphatier neben Vettel entschieden habe: "Wir haben darüber nachgedacht, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass es nicht funktionieren würde. Um erfolgreich zu sein, braucht man eine gewisse Harmonie im Team."

Der ehemalige Weltmeister Hamilton wechselte stattdessen zu Mercedes und ist im überlegenen Silberpfeil derzeit WM-Zweiter hinter Teamkollege Nico Rosberg.

Red Bull verpflichtete ein Jahr später Daniel Ricciardo vom Schwesterteam Toro Rosso, der Vettel in den bisherigen sieben Saisonrennen regelmäßig die Show stahl.

Der Österreicher erwähnte zudem erneut anfängliche Identifikationsprobleme Vettels mit dem neuen Auto und den neuen Regeln in der Königsklasse.

Angesichts dieser Probleme "war er vielleicht nicht so fokussiert, wie er hätte sein sollen", sagte Marko: "Aber das hat sich geändert. Schon in Spanien (fünfter Saisonlauf, die Red.) war bei ihm eine ganz andere Herangehensweise zu erkennen."

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