vergrößernverkleinern
Fernando Alonso wurde 2005 und 2006 Weltmeister mit Renault © getty

Der Rekordweltmeister mischt am letzten Testtag in Valencia vorne mit, steht aber nicht im Mittelpunkt des Interesses.

Valencia - Vorzeitig Feierabend, aber dennoch zufrieden: Am "Tag der Weltmeister" war Michael Schumacher schon wieder auf Augenhöhe mit Doppel-Weltmeister Fernando Alonso und Titelverteidiger Jenson Button.

"Ich bin glücklich, vor allem unheimlich motiviert. Es macht tierisch Spaß", sagte Schumacher, nachdem er am Mittwoch in Valencia wegen eines kleinen Hydrauliklecks an seinem Silberpfeil rund eine Stunde vor Testende Dienstschluss hatte.

Trotz des kleinen Problems nach insgesamt 82 Runden und zog Schumacher nach der drittbesten Zeit ein "sehr positives" Fazit und hat "überhaupt keine Kopfschmerzen".

"Wichtig ist, dass man ein Auto hat, mit dem man erstmal fahren und die Zuverlässigkeit aussortieren kann", sagte der Kerpener, der seinen Mercedes aber noch nicht als Siegerauto sieht.

"Nicht unbedingt die ersten Rennen gewinnen"

"Ich würde denken, dass wir noch leicht im Hintertreffen sind, und gehe davon aus, dass wir nicht unbedingt gleich die ersten Rennen gewinnen können. Aber für mich ist wichtig, in den ersten Rennen gute Punkte zu holen, dass wir in der Saison konkurrenzfähig sind, dann Rennen gewinnen werden, um am Ende um die Meisterschaft kämpfen zu können."

Der Formel-1-Rekordchampion mischte an seinem erst zweiten Testtag in Valencia munter mit 199159(die Bilder), stand aber am dritten und letzten Tag erstmals nicht allein im Mittelpunkt des Interesses.

Alle Augen auf Alonso

Rund 15.000 spanische Fans jubelten vor allem ihrem Liebling Alonso zu, der seine ersten Runden im neuen Ferrari drehte. Erstmals im Einsatz in diesem Jahr war auch Neuling Nico Hülkenberg bei Williams, der zwar der Langsamste, mit 126 Runden aber nach Alonso (127) der Fleißigste war.

Nach dem riesigen Medienauflauf, den Schumachers erste Runden im neuen Mercedes-Silberpfeil am Montag hervorgerufen hatten, fuhr der 41 Jahre alte Kerpener am Mittwochmorgen um 10.11 Uhr vergleichsweise unbehelligt auf die Strecke.

Alles konzentrierte sich auf Alonso, der unter frenetischem Jubel seiner Fans um 10.01 Uhr im F10 aus der Ferrari-Box rollte - und danach auf der Strecke die Dominanz seines Teamkollegen Felipe Massa (Brasilien) der beiden ersten Testtage nahtlos fortsetzte.

"Ferrari ist die Norm", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, dessen eigenes Team noch an Feinheiten wie der optimalen Sicht aus dem Cockpit arbeitet.

Titelverteidiger Jenson Button (Großbritannien) dagegen war bei seinem ersten Arbeitstag im McLaren eine halbe Sekunde langsamer als Schumacher und belegte Rang fünf.

Helm im Test

Schumacher trug bei seinem ersten Runden am Morgen nicht seinen bekannten roten Helm, sondern einen unlackierten schwarzen. Dabei handelte es sich um einen Prototyp seines Helmherstellers.

Auch Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien), dem sein Helm im vorigen Jahr bei dem Unfall in Budapest, als ihn eine Stahlfeder am Kopf traf, wohl das Leben gerettet hatte, war am Dienstag mit einer neuen Testversion unterwegs gewesen.

Lunch mit Massa

Schumacher hatte im August 2009 noch bei Ferrari für seinen Freund Massa einspringen wollen, doch dann stoppten ihn Nachwirkungen einer Nackenverletzung, die er sich bei einem schweren Motorradunfall im Febbruar 2009 zugezogen hatte.

Inzwischen ist Schumacher aber wieder topfit.

Der Kontakt zu Ferrari ist auch nach dem Wechsel zu Mercedes nicht abgerissen. Am Dienstag traf er sich mit Massa im Ferrari-Zelt zum Essen. "Michael ist immer willkommen, von mir aus kann er öfter kommen", sagte Massa.

Zurück zur Startseite Alle Termine zu sportlichen Highlights finden Sie hier

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel