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Sebastian Vettel fuhr bei seinem ersten Testtag in Jerez 59 Runden © getty

Verregneter Testauftakt für den Vize-Weltmeister: Doch Sebastian Vettel kann selbst dem Regen in Jerez Positives abgewinnen.

Jerez - Sebastian Vettels Premiere im neuen Red Bull ist buchstäblich ins Wasser gefallen, der Vize-Weltmeister nutzte den fast komplett verregneten Testtag in Jerez aber gleich zum Training für eventuelle künftige Wasserschlachten. (SERVICE: Alles Tests - Alle Zeiten)

"Es kann auch mal regnen beim Rennen, also muss man das auch üben. Wenn man dazu die Chance hat, muss man das mitnehmen", sagte Vettel nach seinem ersten Testtag im neuen Dienstwagen: "Natürlich wäre es schöner, gerade jetzt, wo das Auto noch frisch ist, ein paar Runden im Trockenen zu haben, weil die Bedingungen konstanter sind. Aber dem Wetter kann man nicht reinreden."201909(DIASHOW:Tests: Vettels WM-Projekt hat begonnen)

Vergleich mit Schumacher

An den ersten beiden Tagen nach der 201707Präsentation des RB6 am Mittwoch hatte Vettels australischer Teamkollege Mark Webber im Auto gesessen. Zum Abschluss am Samstag ist aber erneut Vettel an der Reihe und wird dann auch auf Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher im Mercedes treffen.

Vettels erster Eindruck vom neuen Red-Bull-Renault war positiv. "Erstmal war es gut, dass man nach drei Monaten des Wartens endlich wieder im Auto sitzen durfte. Es geht alles noch", sagte der 22-Jährige: "Die ersten paar Runden waren noch im Trockenen, und es ging eigentlich auf Anhieb recht gut. Alles in allem fühlt sich das Auto gut an. Ich habe ein gutes Bauchgefühl."

Sutil auf Platz drei

Der Heppenheimer erwartet eine sehr umkämpfte WM-Saison 2010. "Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Es gibt noch viel zu tun. Ich glaube, dass es sehr eng an der Spitze sein wird. Es gibt neben uns auch noch Ferrari, McLaren und auch Mercedes, die da vorne mitreden", sagte er.

Insgesamt fuhr Vettel am Freitag 59 Runden und landete am Ende in der Zeitentabelle direkt hinter Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien) auf dem fünften Rang.

Damit war er zweitbester Deutscher hinter Adrian Sutil (Gräfelfing) im Force-India-Mercedes, der 48 Runden absolvierte und in seiner besten davon als Tagesdritter dreieinhalb Zehntelsekunden schneller war als Vettel.

Zwei Spanier vorne

Nico Rosberg (Wiesbaden) fuhr 53 Runden im Mercedes-Silberpfeil und wurde Siebter vor Rubens Barrichello (Brasilien) im Williams-Cosworth, der mit 120 Runden der mit Abstand fleißigste Fahrer des Tages war.

"Unglücklicherweise hat es geregnet, trotzdem konnten wir wertvolle Testergebnisse bei Boxenstopps oder Boxeneinfahrten erzielen. Positiv war, dass ich mich im Auto sehr wohl fühle. Ich bin sehr zuversichtlich für die nächsten Tage", sagte Rosberg.

An der Spitze lagen am Freitag etwas überraschend gleich zwei Lokalmatadore.

Alguersuari und de la Rosa glänzen

Die Bestzeit markierte Jaime Alguersuari im Toro-Rosso-Ferrari vor seinem spanischen Landsmann Pedro de la Rosa im Sauber-Ferrari.

Kaum zum Fahren kam erneut Timo Glocks Virgin-Team. Nachdem am Donnerstag an Glocks Auto der Frontflügel weggeflogen war, fehlten beim Neueinsteiger einige Ersatzteile, sodass Glocks Teamkollege Lucas di Grassi (Brasilien) am Freitag nur acht Runden fahren konnte (DATENCENTER: Die Saison 2010 im Überblick) .

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