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Michael Schumacher gab am 23. Dezember 2009 sein Comeback bei Mercedes bekannt. © imago

Am 4. Tag der Tests in Jerez rollt Michael Schumacher ohne Benzin aus. Dennoch distanziert er Sebastian Vettel.

Jerez - Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher hat im ersten direkten Duell mit Sebastian Vettel die Nase vorn gehabt.

Zum Abschluss der viertägigen Testfahrten in Jerez landete der 41 Jahre alte Schumacher im neuen Mercedes-Silberpfeil auf dem fünften Platz der Zeitentabelle und hatte dabei knapp sechs Zehntelsekunden Vorsprung vor dem 22 Jahre alten Vize-Weltmeister aus Heppenheim, der im Red-Bull-Renault auf Rang sechs landete.

"Jeder Kilometer hilft uns, das Auto besser zu verstehen. Man kann derzeit mit den Benzinmengen und auch der Gewichtsverteilung so herumspielen, dass es auch für uns noch immer schwierig ist, das wahre Kräfteverhältnis zu kennen", sagte Schumacher:

"Für mich sieht es derzeit so aus, dass die erwarteten vier Teams - wir, Ferrari, Red Bull, McLaren - vorne sind, aber auch Sauber wirkt bis jetzt sehr gut." (SERVICE: Alles Tests - Alle Zeiten)

Noch offene Fragen für Vettel

Auch Vettel kann noch nicht wirklich einschätzen, "wo wir genau stehen, weil jeder ein bisschen was anderes macht und die Rundenzeiten aufgrund der neuen Regeln mit dem großen Tank zwei, drei, vier Sekunden rauf und runter gehen".

Vettel hatte am Nachmittag durch ein Problem einige Zeit verloren, war insgesamt aber dennoch zufrieden.

"Wir haben zwei, drei Sachen probiert, das Auto in meine Richtung gebracht. Das passt schon", sagte er.

Sutil schnellster Deutscher

Im Schatten des ersten Kräftemessens zwischen Schumacher, der am Nachmittag einmal offenbar aus Testzwecken ohne Benzin auf der Strecke ausgerollt war, und Vettel war allerdings Adrian Sutil der schnellste Deutsche.

Der Bayer aus Gräfelfing hatte in seinem Force-India-Mercedes bis kurz vor Ende des Testtages sogar die Bestzeit gehalten, bis er vom Briten Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes noch auf Platz zwei verdrängt wurde.

Begonnen hatten die Testfahrten am Samstag auf feuchter Strecke, die dann im Laufe des Tages aber abtrocknete. (DATENCENTER: Die Saison 2010 im Überblick) .

Fleißkärtchen für Ferrari

Fleißigster Fahrer am Samstag war Ferrari-Pilot Felipe Massa, der 160 Runden abspulte, mehr als zwei komplette Renn-Distanzen.

Sutil und Schumacher fuhren jeweils 84 Runden, Vettel 90. Lucas di Grassi, Teamkollege von Timo Glock bei Neueinsteiger Virgin, schaffte nach Problemen an den ersten Testtagen diesmal auch endlich 63 Runden. Glock waren an zwei Tagen insgesamt 16 Umläufe vergönnt gewesen. 201909(DIASHOW:Tests: Vettels WM-Projekt hat begonnen)

Toro Rosso abgeschlagen

Die beiden Spanier Jaime Alguersuari (Toro-Rosso-Ferrari) und Pedro de la Rosa (Sauber-Ferrari), die am Freitag noch ganz vorn lagen, landeten diesmal nur auf den Plätzen zehn und acht.

Aufgrund des Nachtankverbotes für diese Saison liegen zwischen einem komplett vollen und einem fast leeren Auto rund 166 Kilogramm Differenz, was je nach Strecke bis zu fünf Sekunden Unterschied ausmachen kann.

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