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Sebastian Vettel wechselte vor der vergangenen Saison zu Red Bull © getty

Vor der zweiten Testphase in Jerez sieht der Red-Bull-Pilot seinen Boliden gleichauf mit der Konkurrenz, doch eine Regel nervt ihn.

Von Jessica Pulter

München - Es ist wieder nass: Auch bei der zweiten Testeinheit im spanischen Jerez muss sich Sebastian Vettel am Mittwoch auf regnerische Verhältnisse einstellen. 204254(DIASHOW: Zweite Testserie in Jerez)

Für den Red-Bull-Piloten kein Problem, denn trotz der widrigen Wetterbedingungen in der vergangenen Woche ist sich der Deutsche zur Halbzeit der Testphase sicher: "Der RB6 ist ein Schritt nach vorne." 201707(Die Präsentation des RB6)

Wie der 22-Jährige im Interview mit "Motorsport aktuell" erklärte, liegen für ihn derzeit die Teams Red Bull, Ferrari, Mercedes und McLaren in Front. (SERVICE: Alles Tests - Alle Zeiten)

Poker-Duelle am Freitag

Auch wenn die Wetter- und Streckenbedingungen das Bild verzerren würden, sieht Vettel die Top-Teams "alle innerhalb von ein paar Zehnteln - mit einem kleinen Vorteil für Ferrari". 201909(DIASHOW:Tests: Vettels WM-Projekt hat begonnen)

Spannung verspricht laut Vettel in der kommenden Rennserie auch die Spritmenge in den Freien Trainings. (DATENCENTER: Die Saison 2010 im Überblick)

"Es wird immer schwieriger, die anderen Fahrzeuge einzuschätzen", meint der Vize-Weltmeister der vergangenen Saison.

Weniger strategische Möglichkeiten

"Die Spritmengen können zwischen fünf und 165 Kilogramm variieren. Es ist denkbar, dass der Schnellste am Freitag drei Sekunden langsamer ist als die Spitze", so Vettel. "Die Karten werden erst am Samstag auf den Tisch gelegt."

Im Rennen spielt die Tankfüllung dann kaum noch eine Rolle. Durch das Wegfallen des Nachtankens werden die Augen nur noch auf die Reifen der Konkurrenz gerichtet sein.

Für Vettel ein möglicher Nachteil. "Man hat viel weniger strategische Möglichkeiten", erklärt der Deutsche. "Solange man vorne wegfahren kann, sind die neuen Regeln gut. Wenn man weiter hinten starten muss, dann wird man die eine oder andere taktische Komponente, die das Nachtanken ermöglicht hat, vermissen."

Vettel: Schumi fährt nicht aus Spaß mit

Für Vettel geht der Blick allerdings nur nach vorne, und dort natürlich auch auf sein einstiges Vorbild Michael Schumacher.

"Eins steht fest: Michael fährt nicht aus Spaß mit. Er hat sich entschieden zurückzukommen. Und das hat er nur, weil er auch überzeugt ist, dass er ganz vorne mitmischen kann", sagt Vettel.

Kein Start bei der Rallye-Serie

Die Konkurrenz im eigenen Team hat der 22-Jährige ebenfalls im Blick: "Dass Mark (Webber) und ich in unsere zweite gemeinsame Saison gehen, ist sicher kein Nachteil."

Sie würden sich bei der Arbeit und der Kommunikation mit dem Team nicht im Weg stehen. Ein Start von Vettel in der Rallye-Serie steht somit auch nicht zur Disposition.

"Ich habe nur mal gesagt, dass mich die Rallye reizen würde", widerspricht Vettel dem Gerücht. Sich einfach so ins Blaue hinaus in ein Auto zu setzen - das sei einfach nicht sein Ding.

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