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Sebastian Vettel holt im Red-Bull-Renault an seinem dritten Testtag erstmals Bestzeit © imago

Die Konkurrenz sieht den Red-Bull-Piloten in Jerez erstmals nur von hinten. Schumacher bezeichnet sein Auto als "siegfähig".

Jerez - 25 Tage vor Saisonstart hat Formel-1-Rückkehrer seinen Mercedes-Silberpfeil erstmals als Siegerauto bezeichnet.

Zum Auftakt der viertägigen Testfahrten in Jerez fehlten Schumacher zwar 1,2 Sekunden zur ersten Bestzeit von Vize-Weltmeister Sebastian Vettel im neuen Red-Bull-Renault, der 41 Jahre alte Rekordchampion war dennoch sehr zufrieden.

"Wir haben viele Runden gedreht, was uns darin bestätigt, dass wir ein zuverlässiges Auto haben. Von den Eindrücken und Daten, die wir dabei bekommen, können wir auch sagen, dass wir ein siegfähiges Auto haben", sagte der Kerpener.

Schumacher immer selbstbewusster

Nach den ersten Testfahrten in Valencia zu Beginn des Monats hatte Schumacher sich noch skeptischer geäußert. (DATENCENTER: Die Saison 2010 im Überblick)

"Ich würde denken, dass wir noch leicht im Hintertreffen sind, und gehe davon aus, dass wir nicht unbedingt gleich die ersten Rennen gewinnen können", hatte Schumacher, der nach drei Jahren Pause in die Königsklasse zurückkehrt, da noch gesagt.

Vettel mit Bestzeit

Während der siebenmalige Weltmeister im Silberpfeil auf meist verregneter Strecke insgeamt 111 Runden drehte und in der Zeitentabelle Sechster war, holte Vize-Weltmeister Vettel im Red-Bull-Renault an seinem dritten Testtag erstmals die Bestzeit.

Dabei war der Heppenheimer in der besten seiner 103 Runden gut vier Zehntelsekunden schneller als der Brite Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes.

Auf Rang sieben unmittelbar hinter Schumacher landete Adrian Sutil (Gräfelfing). Allerdings musste er sich seinen Force-India-Mercedes mit Testfahrer Paul di Resta (Großbritannien) teilen und fuhr daher nur 28 Runden.

Am Ende des Feldes gab es erstmals ein Duell zwischen zwei neuen Teams. (SERVICE: Alles Tests - Alle Zeiten)

Neues Team in den Startlöchern

Dabei war Lotus beim ersten Auftritt mit Testpilot Fairuz Fauzy aus Malaysia, der 76 Runden fuhr, auf dem vorletzten Platz eine halbe Sekunde schneller als Timo Glock aus Wersau, dessen Virgin-Team mit technischen Problemen kämpft.

Der frühere Toyota-Pilot kam allerdings auch nur zu zehn Runden. Unterdessen hofft das Stefan-Team des serbischen Geschäftsmannes Zoran Stefanovic weiter auf einen Startplatz als Nachrücker für die Formel-1-Saison 2010, wenn Campos oder USF1 nicht rechtzeitig fertig werden.

Ralf Schumacher vor Comeback?

Eine Aufnahme als 14. Team dagegen strebe sein Rennstall im Moment nicht an, erklärte Stefanovic in einem Interview mit der Webseite "422race.com", zudem wollte er eine angeblich geplante Verpflichtung von Ralf Schumacher als Fahrer nicht bestätigen.

"Wir sind in Gesprächen, haben die Angelegenheit aber noch nicht komplett aussortiert. Wir sind aber kurz vor einer Entscheidung und einer offiziellen Bekanntgabe", sagte der Serbe zur Fahrerfrage:

"Viele Fahrer stehen auf unserer Liste, wir werden aber im Moment noch nichts bekanntgeben, außer dass ein Fahrer ein Japaner sein wird." 201909(DIASHOW:Tests: Vettels WM-Projekt hat begonnen)

Abkommen mit Toyota

Neben Schumacher wurde auch Toyota-Schützling Kazuki Nakajima gehandelt, der zuletzt bei Williams fuhr.

Stefanovic hat sich von Formel-1-Aussteiger Toyota die Rechte an deren Autos gesichert. Das erste Fahrzeug sei bereits fertig, das zweite werde bald folgen, sagte Stefanovic.

Erste Testfahrten sollen in der kommenden Woche vom 25. bis 28. Februar in Portimao in Portugal stattfinden.

Aufgrund des Abkommens mit Toyota gebe es keinerlei Absicht, vom in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Neuling Campos die Rechte an deren vom italienischen Spezialisten Dallara entwickelten Auto zu erwerben.

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