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Sebastian Vettel gewann bislang fünf Formel1-Grand Prix © getty

Bei den Testfahrten kämpfen die Fahrer mit dem schlechten Wetter. Ein ehemaliger Weltmeister ist beim StefanGP-Team im Gespräch.

Jerez - Das Wetter zehrt weiter an den Nerven der Formel-1-Piloten.

Sebastian Vettel als Dritter und Nico Rosberg direkt dahinter fuhren am zweiten von vier Testtagen in Jerez zwar ordentliche Zeiten, waren anschließend aber schlecht gelaunt. 201909(DIASHOW:Tests: Vettels WM-Projekt hat begonnen)

"Es war sehr schwierig und frustrierend wegen des Wetters", sagte Rosberg, dessen Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher am Freitag wieder auf die Strecke gehen wird.

"Wir können derzeit einfach nicht so viel lernen wie wir es auf einer trockenen Strecke könnten. Aber es sind eben für alle dieselben Bedingungen, und wir hoffen, dass wir uns in den nächsten Tagen etwas verbessern können."(SERVICE: Alles Tests - Alle Zeiten)

Barrichelo Trainingsschnellster

Vor Rosberg und Vize-Weltmeister Vettel im Red Bull platzierten sich am Donnerstag der Brasilianer Rubens Barrichello im Williams, der mit 98 Runden auch der fleißigste Fahrer war, und Formel-1-Neuling Witali Petrow aus Russland im Renault.

Derweil scheint der frühere Weltmeister Jacques Villeneuve Ralf Schumacher im Kampf um ein Cockpit beim möglichen Nachrücker-Team Stefan GP ausgestochen zu haben.

Licht und Schatten für Glock

Einen durchwachsenen Tag erlebte Timo Glock.

Der frühere Toyota-Pilot, nun in Diensten von Neuling Virgin, belegte unter zwölf Fahrern den achten Platz und schien angesichts einer um eine Sekunde besseren Zeit als Ex-Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes erstmals konkurrenzfähig.

Doch schon in der ersten Stunde war der Odenwälder von der Strecke geschlittert.

Virgin-Team mit Problemen

Auch abseits der Strecke läuft bei Virgin nicht alles glatt.

Den Vertrag mit dem portugiesischen Testfahrer Alvaro Parente löste Glocks Team auf, nachdem ein geplanter Sponsorenvertrag mit dem portugiesischen Tourismus-Institut nicht zustande gekommen war.

Als Ersatzfahrer hinter Glock und Lucas di Grassi steht jetzt noch der Brasilianer Luiz Razia zur Verfügung.

Testzeiten schwer vergleichbar

Für eine Schrecksekunde hatte am Donnerstag Heikki Kovalainen gesorgt.

Der Finne war am frühen Nachmittag von der Strecke abgekommen und heftig in die Barrieren gekracht.

So konnte er im Lotus auch nur 30 Runden drehen und wurde am Ende Letzter des Zeittableaus.

Aufgrund der großen Gewichtsunterschiede von bis zu 160 Kilogramm wegen der neuen, größeren Tanks sind die Testzeiten allerdings schwer miteinander vergleichbar.

Villeneuve-Rückkehr möglich

Vor einer Rückkehr in die Formel 1 steht unterdessen Jacques Villeneuve.

Angeblich ist sich der Kanadier mit dem Stefan-Team des serbischen Geschäftsmanns Zoran Stefanovic über einen Vertrag als Fahrer einig, falls der Rennstall noch als Nachrücker einen Platz im Starterfeld für die Saison 2010 erhalten sollte.

Das berichten "motorsport-total.com" und die Online-Ausgabe des englischen Fachmagazins "Autosport".

Auch Ralf Schumacher im Gespräch

Der Kerpener Ralf Schumacher wurde ebenfalls mit Stefanovic in Verbindung gebracht.

Als zweiter Pilot soll der Japaner Kazuki Nakajima bereits feststehen.

Damit das Stefan-Team, das mit von Formel-1-Aussteiger Toyota entwickelten Autos antreten würde, einen Platz bekommt, müssten entweder das spanische Campos-Team oder USF1 ausfallen.

Beiden Neulingen werden große finanzielle Probleme nachgesagt.

Bislang vier Weltmeister im Fahrerfeld

Sollte der 38 Jahre alte Villeneuve mit Stefan wirklich in die Formel 1 kommen, wäre er der fünfte Weltmeister im Fahrerfeld für 2010 neben Michael Schumacher, Titelverteidiger Jenson Button, Hamilton und Fernando Alonso.(DATENCENTER: Die Saison 2010 im Überblick)

Villeneuve hatte 1997 gegen Schumacher den Titel geholt.

Villeneuve war zuletzt 2006 bei BMW-Sauber in der Formel 1 unterwegs, wurde aber während der Saison vor dem Großen Preis von Ungarn in Budapest durch den Polen Robert Kubica ersetzt.

Zuletzt versuchte sich Villeneuve relativ erfolglos in der NASCAR-Serie in den USA.

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