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Sebastian Vettel führ bisher 62 Formel-1-Rennen und holte dabei 10 Siege © getty

Der Weltmeister scheint bei den Tests schon wieder Flügel zu haben, Rosberg und Schumacher dagegen Kinderkrankheiten.

Valencia - Sebastian Vettels Red Bull scheint auf Anhieb schon wieder Flügel zu haben, der neue Mercedes-Silberpfeil von Nico Rosberg und Michael Schumacher noch Kinderkrankheiten.

Während der Weltmeister bei seinen ersten beiden Testtagen in Valencia mit der Startnummer 1 auf dem Auto konstant und schnell viele Runden drehte, haben die Ingenieure bei Mercedes offenbar noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen.

Bei Ferrari produzierte unterdessen Felipe Massa den ersten kapitalen Motorschaden der neuen Saison.

Tags zuvor hatte seine Teamkollege Fernando Alonso343307(DIASHOW: Alonso und sein neuer Renner) vor heimischem Publikum noch mit der Bestzeit vor Vettel geglänzt.

Zum Abschluss am Donnerstag war Renault-Pilot Robert Kubica der Schnellste.

"Nummer 1 macht mich stolz"

"Das Gefühl, die Nummer 1 beim Fahren ständig vor sich zu sehen, ist für mich auch etwas Besonderes und macht mich stolz", berichtete Vettel im Tagebuch auf seiner Homepage, nachdem er die Saison am Dienstag mit der ersten Bestzeit 2011 standesgemäß eröffnet hatte.

"Allerdings wird mir die Nummer in den Grand Prix selbst nicht viel helfen können."

So viele Runden wie in Valencia sei man aber zu Beginn einer Saison noch nie gefahren, sagte der 23-Jährige 345021(DIASHOW: Der neue Red Bull).

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Horner zufrieden

Zufrieden war auch Vettels Teamchef Christian Horner.

"Es war ein positiver Start in die neue Saison. Das Auto läuft gut, beide Fahrer sind guter Dinge, aber es ist auch noch sehr früh in der Saison. Alle wissen, dass die Zeiten im Moment noch bedeutungslos sind", sagte der Brite.

Und weiter: "Es war für uns der problemloseste Start überhaupt nach einem Roll-out. Das ist das Ergebnis der harten Arbeit aller Leute in der Fabrik. Sie haben einen unglaublichen Job gemacht."

"Sebastian hat sich nicht verändert"

Komplimente verteilte Horner auch an Vettel, der gut gelaunt, locker und entspannt seine "Mission Titelverteidigung" startete. "

Sebastian hat sich nicht verändert. Er steht mit beiden Füßen fest auf dem Boden und ist ein sehr fokussierter und zielstrebiger junger Mann. Das ist beeindruckend", sagte Horner.

Nicht beeindrucken vom Blick auf die Zeitentabellen, die den neuen Silberpfeil noch nicht so weit vorne auswiesen wie von den Fans erhofft, lässt sich unterdessen Nico Rosberg, der am Sonntag sein Trainingsprogramm mit einem Halbmarathon von Nizza in seine Heimat Monaco auflockern will.

Rosberg macht sich keine Sorgen

Dass er bei seinem ersten beiden Testtagen im neuen Auto der Konkurrenz von Red Bull und Ferrari noch recht deutlich hinterherhinkte, beunruhigt ihn nicht.

"Der erste Eindruck war positiv, weil ich mich gleich im Auto wohlgefühlt habe. Der zweite Eindruck war, dass wir noch viele Kinderkrankheiten hatten", sagte Rosberg in Valencia.

"Es ist aber auch ein Auto, um Kilometer zu sammeln, und nicht, um schnell zu fahren. Wir sind mit der Abstimmung und den Teilen am Auto noch sehr weit davon weg, wo wir mal sein werden."

Mercedes "ein sehr primitives Auto"

Die aktuelle erste Version des neuen Mercedes sei ganz bewusst noch "ein sehr primitives Auto", sagte Rosberg, der zum Abschluss am Sonntag Schumacher das Cockpit überließ.

Man habe dadurch Zeit, länger an der endgültigen Version für den Saisonstart am 13. März in Bahrain zu arbeiten. "Im Moment mache ich mir keine Sorgen", sagte Rosberg.

"Zeiten sind nicht wichtig"

Schumacher, der am Donnerstag zum Abschluss immerhin ohne größere Probleme 110 Runden abspulte, ist trotz Platz neun der gleichen Meinung.

"Die Zeiten sind im Moment wirklich nicht wichtig. Wenn man bedenkt, was sich im letzten Jahr bis zum ersten Rennen noch entwickelt hat, gebe ich auf die Zeiten nicht allzu viel", sagte der 42-Jährige.

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