vergrößernverkleinern
Michael Schumacher gewann bislang sieben Weltmeisterschaften © getty

Eine Toprunde sichert dem Ex-Weltmeister bei den Tests in Jerez die erste Bestzeit für Mercedes. Doch die Konkurrenz zweifelt.

München/Jerez - Der Silberpfeil kann also doch schnell sein: Rekordweltmeister Michael Schumacher hat Mercedes am zweiten Tag der Tests in Jerez die erste Bestzeit in diesem Jahr beschert.

Nachdem das neue Auto in der vorigen Woche in Valencia und auch am Donnerstag mit Teamkollege Nico Rosberg noch deutlich hinter der Konkurrenz zurückgelegen hatte, weil sich das Team lediglich auf das Kilometersammeln konzentrierte, war der 42-Jährige am Freitag der schnellste Mann auf der Piste in Südspanien (STATISTIK: Die Resultate aus Jerez).

"Es war ein produktiver Tag, und natürlich bin ich sehr zufrieden damit. Dass wir so viele Kilometer machen konnten, ist positiv in Bezug auf die Zuverlässigkeit", sagte Schumacher: "Wir bewegen uns vorwärts, wie wir es während der Testphase tun sollten, aber wir sind uns zugleich auch bewusst, dass wir weiter arbeiten müssen."

Der Silberpfeil hält

Schumacher war knapp schneller als Ferrari-Pilot Felipe Massa und unterbot auch dessen bisherige Jerez-Bestzeit vom Donnerstag, als Rosberg mit 3,2 Sekunden Rückstand auf Rang neun gelandet war 349532(Bilder).

Zudem war Schumacher auch noch fleißig. Mit 111 Runden sammelte er fast so viele Kilometer wie Massa (116) und Red-Bull-Pilot Mark Webber (112), der auf Rang fünf landete. Den dritten Rang belegte Jenson Button im McLaren-Mercedes.

Webber glaubt an Showrunde

Red-Bull-Konkurrent Mark Webber bezweifelte aber die Aussagekraft von Schumachers schneller Rundenzeit.

"Das war wohl eine kleine Show für Deutschland. Wenn man seinen Rundenverlauf anschaut, dann muss er die superweichen Reifen gefahren sein. Die sind zwar viel schneller, aber sie halten nur eine Runde. Danach war er sofort wieder zwei Sekunden langsamer..."

Auch zwei andere deutsche Piloten zeigten ordentliche Ergebnisse am zweiten Testtag.

Adrian Sutil wurde im neuen Force-India-Mercedes Sechster, Timo Glock im Virgin-Cosworth Achter. Damit lag er noch vor Renault-Pilot Witali Petrow, der sich auch wieder Dreher leistete.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Heidfeld zuversichtlich

Am Samstag wird der Russe sein Auto an Nick Heidfeld abgeben, der am Wochenende das Team davon überzeugen will, ihn als Ersatz für den verletzten Robert Kubica zu verpflichten (DATENCENTER: Rennkalender 2011).

"Ich bin in einer sehr guten Position. Für mich spricht, dass ich als erster gefragt wurde. Und ich bin auch selbstbewusst genug, um mir diese Aufgabe zuzutrauen", sagte Heidfeld am Freitag in Jerez dem Fachmagazin "auto, motor und sport".

Am Samstag wird bei Mercedes erneut Schumacher am Steuer sitzen, bei Red Bull übernimmt Weltmeister Sebastian Vettel.

Die Tests in Jerez dauern noch bis Sonntag.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel