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Michael Schumacher beendete die Saison 2010 im Mercedes auf Rang neun © getty

Trotz guter Test-Ergebnisse sieht Michael Schumacher viel Arbeit auf sein Team zukommen. Der Angriff nach ganz oben wird schwierig.

Von Jakob Gajdzik

München/Jerez - Was kann der neue Mercedes-Renner?

Einen Monat vor Saisonbeginn fragt sich das auch Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Der siebenfache Weltmeister sieht seinen MGP-W02 vor dem Startschuss am 13. März in Bahrain momentan nicht in der Lage, um von Beginn an vorne mitzufahren. (DATENCENTER: Rennkalender 2011)

Eigentlich wollen die beiden Mercedes Piloten Schumacher und Nico Rosberg in der kommenden Saison ganz oben eingreifen, doch das werde laut dem 42-Jährigen "schwierig". (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

"Unterschiede sind fünf-, sechsmal so groß"

In einem Interview mit "BBC Sports" sagte Schumi: "Ja, wir sind etwas besorgt. Aus Erfahrung kenne ich die Unterschiede zwischen dem ersten Test und dem ersten Rennen. Momenten scheint es, als ob diese Unterschiede vergleichsweise fünf- oder sechsmal so groß sind."

Dabei waren die Ergebnisse bei den zweiten Tests im spanischen Jerez sogar besser, als noch Anfang Februar in Valencia. (STATISTIK: Die Resultate aus Jerez)

Gute Test-Ergebnisse in Jerez

Hinter dem als Kubica-Ersatz gehandelten Nick Heidfeld im Renault und Ferrari-Pilot Fernando Alonso fuhr Schumacher am dritten Testtag am Samstag in seinem W02 die drittschnellste Runde. Einen Tag zuvor war er sogar Tagesschnellster. 349532(Bilder)

Warum also die Sorgen?

Zwar ist Schumi mit den bisherigen Rundenzeiten zufrieden, verweist aber auf die fehlende Anzahl der Kilometer, die Mercedes bislang abspulte.

"Rundenzeiten wichtig, aber nicht jetzt"

"Ich denke nicht, dass wir so viele Kilometer gefahren sind, wie wir uns vorgenommen haben. Rundenzeiten sind zwar wichtig, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt.Normalerweise wenn du die ganze Zeit der Schnellste bist, ist das eine perfekte Situation. Aber nach den Erfahrungen aus dem letzten Jahr wissen wir, dass das nicht möglich ist."

An Bestzeiten denkt Schumacher momentan also nicht. Wichtiger sei es, mehr zu fahren.

Umstellung auf Pirelli-Reifen

Zudem hält Schumacher die Abstimmung mit den neuen Reifen ebenfalls noch für problematisch. In der neuen Saison fahren die Teams auf Pirelli-Reifen, anstatt wie bisher auf Bridgestone.

Da der Bolide auf die alten Reifen eingestellt war, muss laut Schumacher auch in diesem Bereich noch gearbeitet werden.

"Wir haben nun einen neuen Reifentyp, momentan ist es schwierig zu sagen, wie dieser mit dem Wagen harmonieren wird".

"Eine Vision, die nicht nur kurzfristig ist"

Doch trotz seiner derzeitigen Sorgen strahlt der Neuntplatzierte der vergangenen Saison Selbstvertrauen aus:

"Wir sind Mercedes und wir haben ein klares Ziel. Selbst wenn es in diesem Jahr schwierig wird, dieses Ziel zu erreichen, haben wir eine Vision, die nicht nur kurzfristig angelegt ist."

Die Wahrheit liegt aber wie immer auf der Strecke. "Erst das erste Rennen in Bahrain wird uns tatsächlich zeigen, wie unsere Situation ist"

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