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In gut zwei Wochen kann Michael Schumacher letztmals in Barcelona testen © getty

Der Mercedes-Pilot sieht nur Massas Ferrari-Auspuff, spricht aber von Fortschritten. Vettel lassen die Barcelona-Zeiten kalt.

Barcelona - Auf den ersten Blick verzeichnen die nackten Zahlen nichts Gutes.

Viereinhalb Sekunden langsamer als Felipe Massa - damit kann Michael Schumacher nicht zufrieden sein.

Felipe Massa zeigte dem siebenfachen Weltmeister am letzten der vier Testtage in Barcelona 353472(Bilder), was eine Harke ist. In 1:22,625 Minuten umfuhr der Brasilianer den Circuit de Catalunya so schnell wie kein anderer Formel-1-Pilot.

Zum Vergleich: Michael Schumacher benötigte 1:27,079 Minuten. Was den Kerpener aber nicht in Nervosität versetzt: "Das ist nicht das Paket, mit dem wir in die Saison gehen. Man sollte noch keine endgültigen Schlüsse ziehen."

Nur Platz 23 in der Wochenstatistik

Wenn einem Team der verspätete Saisonstart am 27. März in Australien durch die Absage des Bahrain-GP in die Karten spielt, dann wohl Mercedes GP (STATISTIK: Die Resultate aus Barcelona).

Daran ändert auch Nico Rosbergs schnellste Zeit am dritten Testtag in Katalonien nichts. "Es war ein produktiver Test", sagte Schumacher, "nun setzen wir unsere Saisonvorbereitung fort." (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

114 Runden drehte Schumacher in Barcelona - er verzichtete allerdings auf einen schnellen Durchgang. "Im Fokus standen die Arbeit am Setup und das Verständnis für das neue Auto." Die Ausbeute des Kerpeners: Platz 23 in der Wochenstatistik.

"Die Zuverlässigkeit war gut, die Basis stimmte", so Schumacher, "bezüglich der Setup-Richtung haben wir Fortschritte gemacht." Die letzten Tests steigen in gut zwei Wochen wieder auf dem Circuit de Catalunya.

Mercedes simuliert komplettes Renn-Wochenende

Auch Teamchef Ross Brawn machte "signifikante Fortschritte" aus:

"Michael und Nico haben ein komplettes Grand-Prix-Wochenende simulieren können, was bezüglich unserer Entwicklung, des Verstehens von Auto und Reifen sowie der Benutzung von KERS und verstellbarem Heckflügel unter realistischen Bedingungen sehr nützlich war."

[kaltura id="0_y73x5nqa" class="full_size" title="Stimmen zum Test"]

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sprach gegenüber "auto, motor, sport" allerdings von Problemen: "Wir haben unter der Verkleidung zu hohe Temperaturen. Wenn wir die Seitenkästen öffnen, kostet das Rundenzeit."

Vettel ist unbeeindruckt

Davon ist Felipe Massa weit entfernt. Der Brasilianer flog über die Strecke und zeigte, dass mit dem "F150th Italia" in dieser Saison zu rechnen ist.

Sebastian Vettel, der am Freitag und Samstag mit zwei Tagesbestzeiten geglänzt hatte und danach auf dem Asphalt pausierte, konnte er damit aber noch nicht beeindrucken.(DATENCENTER: Rennkalender 2011)

"Es ist immer noch sehr schwer, weil man nicht weiß, wer zu welchem Zeitpunkt mit welchen Reifen draußen war", will der Weltmeister die Ergebnisse nicht überbewerten und sagt außerdem: "Dann gibt es wie immer noch die Benzinfrage."

Sein Red-Bull-Kollege Mark Webber fuhr am Montag in 1:23,442 Minuten übrigens die zweitschnellste Runde. "Lief doch nicht schlecht", stellte der Australier nach nur 69 Runden zufrieden fest.

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