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Vettel wurde 2010 mit vier Punkten Vorsprung vor Alsonso Weltmeister © getty

Der Weltmeister will seine guten Leistungen bestätigen. Mercedes und McLaren haben Nachholbedarf. Williams äußert Kritik.

München - Weltmeister Sebastian Vettel geht mit Vorsprung in das Testfinale, doch in Barcelona nimmt vor allem die Diskussion um die neuen Einheitsreifen Fahrt auf.

Statt nach Bahrain flogen die Teams zu Wochenbeginn nach Katalonien, um nach der Absage des Rennens in Manama bei einem zusätzlichen Test den letzten Feinschliff vorzunehmen.

Mit frischen Erkenntnissen geht es dann direkt weiter zum Saisonauftakt nach Australien.

"Es gibt noch viel zu tun", sagt Vettel, der in seinem Red Bull bei allen bisherigen Tests einen ausgezeichneten Ausdruck hinterließ.

Beschwerde über "anderes Fahrgefühl"

Doch auch der Titelverteidiger übte zuletzt Kritik an den neuen Einheitsreifen.

"Das Problem ist, dass der Reifen zu schnell abbaut. Er hält zwischen zehn und 16 oder 17 Runden, und dann ist er kaputt und zerschossen, da kann der Fahrer machen, was er will", sagte er: "Das Fahrgefühl ist ein anderes, und das ist für uns schade."

Bis zum Auftakt in Melbourne wird sich dies aber wohl kaum ändern lassen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Stopps Ecclestones Wunsch

Erstens sind die zahlreichen Boxenstopps durchaus der Wunsch von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

Zweitens sind Änderungen für das gesamte Feld wesentlich aufwendiger als zuvor mit individuellen Partnern.

Und drittens kann in Barcelona nicht unter Ernstfall-Bedingungen trainiert werden, da die Temperaturen etwa 10 bis 15 Grad unter den erwarteten in Australien liegen.

[kaltura id="0_otorgldo" class="full_size" title="Stimmen zu den Winter Tests"]

1680 Pirelli-Reifen

Pirelli hat bereits 1680 Reifen nach Barcelona geschickt, 35 komplette Sets pro Team.

Neben dem Weltmeister-Team Red Bull lag bisher auch Ferrari gut im Rennen.

Renault mit dem für Robert Kubica ins Team gerückten Routinier Nick Heidfeld scheint sich für Überraschungen zu rüsten.

Mercedes mit Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg sowie McLaren mit den Ex-Weltmeistern Lewis Hamilton (Artikel: "Hamilton vermisst den Thrill) und Jenson Button haben noch sichtlich Nachholbedarf.

"Lauter kleine Einsteins"?

Ungewöhnliche Kritik an den zahlreichen technischen Änderungen - die Fahrer müssen in der kommenden Saison bis zu 20 Funktionen per Knopfdruck im Lenkrad kontrollieren - übte derweil Williams-Technikchef Sam Michael.

"Wollen wir, dass die Fahrer mit Lenkrad, Bremsen und Gas gut umgehen können - oder wollen wir lauter kleine Einsteins, die alle verschiedenen Knöpfe und Zahlen im Griff haben", fragte er im Fachmagazin "Autosport".

"Ich glaube, dass wir den akademischen Faktor ein bisschen zu sehr überreizt haben", ergänzte er.

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