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Michael Schumacher ist bis Ende 2012 bei Mercedes unter Vertrag © getty

Wochen-Bestzeit von Michael Schumacher an seinem letzten Testtag in Barcelona. Mercedes-Chef Norbert Haug tritt auf die Bremse.

Barcelona - Pünktlich zum Testabschluss hat der Mercedes-Silberpfeil mit Rekordweltmeister Michael Schumacher richtig Fahrt aufgenommen.

Bei seinem letzten Einsatz vor dem Saisonstart am 27. März in Australien überraschte der Rekordweltmeister im erstmals mit allen Verbesserungen ausgestatteten Mercedes am Vormittag mit der bis dahin schnellsten Zeit der zwei Testwochen in Barcelona. (STATISTIK: Die Resultate aus Barcelona)

1:21,249 Minuten benötigte Schumacher für seinen schnellsten Umlauf und war damit gut drei Zehntelsekunden schneller als der zweitplatzierte Ferrari-Star Fernando Alonso. 362290(Bilder der Tests)

Rosberg Dritter

Schumachers Teamkollege Nico Rosberg durfte eine Stunde vor Trainingsende ebenfalls auf die Strecke und fuhr auf Rang drei hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso.

"Wir haben in dieser Woche täglich neue Teile integriert und dabei das Auto Schritt für Schritt weiterentwickelt. Heute wollten wir sehen, was wir in der finalen Konfiguration erreichen können. Das Auto hat sich wie erwartet verhalten, es war ein sehr produktiver Tag für uns. Da es morgen regnen soll und wir unser Programm beendet hatten, wollten wir Nico noch Fahrzeit im Trockenen einräumen", sagte Schumacher.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug war entsprechend zufrieden, aber noch zurückhaltend. "Favoriten sind wir deshalb aber jetzt noch lange nicht", sagte Haug: "Ich sehe uns noch nicht als Siegesaspirant. Aber was nicht ist soll noch - und wird noch - werden. Das dauert wohl aber noch 'ne Weile." Träumen sei allerdings erlaubt, so Haug.

Haug räumt Sorgen ein

Mercedes-Teamchef Ross Brawn war ganz bewusst mit einem "primitiven Auto", wie es Schumachers Teamkollege Nico Rosberg bezeichnet hatte, in die ersten Tests gegangen und hatte sich alle neuen Ideen ganz bis zum Schluss aufgespart.

"Unsere internen Berechnung nach dem letzten Windkanaltest am Mittwoch mit unserem neuesten technischen Stand hatte für Barcelona eine solche Rundenzeit ergeben. Aber rechnen ist eines, fahren das andere", meinte Haug: "Ein gutes Zeichen, dass die Kalkulation präzise war."

Der Schwabe gab aber auch zu, dass man sich zwischenzeitlich schon ein paar Gedanken gemacht hatte. "Natürlich hat man Zweifel und bleibt kritisch, solange die Zeit auf einem Blatt Papier und nicht im Zeitenmonitor steht", sagte Haug.

Auch Rosberg testet

Rosberg wird am Samstag zum Abschluss der Tests noch einmal auf die Strecke gehen und sich unter anderem noch einmal mit Ferrari, McLaren und Williams messen, die ebenfalls einen Testtag unter der Woche ausgelassen und für Samstag aufgespart hatten.

Für die Roten fährt dann noch einmal Vize-Weltmeister Fernando Alonso, für McLaren Lewis Hamilton.

Weltmeister Sebastian Vettel und sein Red-Bull-Team machten dagegen schon am Freitag Feierabend.

An seinem letzten Testtag ließ es der 23-Jährige, der am Mittwoch noch die Bestzeit geholt hatte, als Achter etwas ruhiger angehen.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: Die News im TV auf SPORT1)

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