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Lotus-Pilot Kimi Räikkönen wurde 2007 im Ferrari Formel-1-Weltmeister © getty

Der Iceman setzt in Jerez die erste Bestmarke. Mercedes kommt mit dem alten Auto. Vettel überlässt Webber die Jungfernfahrt.

Jerez - "Iceman" Kimi Räikkönen hat sich mit der ersten Bestzeit der neuen Formel-1-Saison in der Königsklasse zurückgemeldet.

Nach zwei Jahren in der Rallye-WM fuhr der Champion von 2007 aus Finnland am Dienstag in Jerez (516248Bilder) in seinem Lotus-Renault auf Anhieb die schnellste Runde. (515827DIASHOW: Die Bilder der Präsentation)

In Abwesenheit von Weltmeister Sebastian Vettel kam dessen Teamkollege Mark Webber im neuen Red-Bull-Renault auf den vierten Rang.

Der Australier, der erst knapp drei Stunden später den Testtag aufgenommen hatte, weil wegen Nebels in Jerez ein neuer Heckflügel nicht rechtzeitig angekommen war, lag deutlich vor Vize-Weltmeister Jenson Button im McLaren-Mercedes und Ferrari-Pilot Felipe Massa, die die Plätze acht und neun belegten. (DATENCENTER: Der Rennkalender 2012)

Mercedes-Piloten im alten Auto

Die Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Michael Schumacher, die sich noch im Vorjahres-Silberpfeil den Testtag teilten, landeten auf den Positionen drei und sechs.

Rosberg und Schumacher bekommen ihr neues Auto erst am 21. Februar in Barcelona.

Zweitschnellster mit einer Zehntelsekunde Rückstand auf Räikkönen war Paul di Resta im Force-India-Mercedes.

Fleißigster Fahrer war Kamui Kobayashi, der im Sauber-Ferrari 106 Runden fuhr. Die Zeiten am ersten von insgesamt zwölf Testtagen bis zum Saisonstart am 18. März in Melbourne sind aber noch nicht sehr aussagekräftig.

Vettel lässt Webber den Vortritt

Vettel greift wie Ferrari-Pilot Fernando Alonso und McLaren-Fahrer Lewis Hamilton erst später ins Geschehen ein.

Der Weltmeister war noch zu Hause in der Schweiz, als Webber seine neue Lady im sonnigen Andalusien erstmals ausführte.

[kaltura id="0_k5ws7pdc" class="full_size" title="Vettel erkl rt den neuen Boliden"]

Der Champion hatte die Jungfernfahrt mit dem neuen Red Bull RB8 am Dienstag beim offiziellen Testauftakt der Königsklassein Jerez dem Australier überlassen und machte sich in der Zwischenzeit mit seinem neuen Coach Heikki Huovinen fit für die Saison.

Vettel jagt den dritten Titel

Erst am Donnerstag wird der 24-Jährige erstmals selbst ins Cockpit klettern und seine Jagd auf den dritten Titel in Serie beginnen.

"Natürlich ist das unser Ziel, denn es wäre nicht natürlich, zu sagen, mal will schlechter werden", sagte Vettel, dem die grandiose Saison 2011 aber auch zusätzliche Kraft gibt:

"Eins muss klar sein, das letzte Jahr war ein ganz besonderes. Im Winter haben wir Zeit gehabt, zu verstehen, dass so etwas nicht alle Jahre passiert. Die Erinnerung kann uns keiner nehmen, die bleibt immer."

Generalprobe für Melbourne

Die Testfahrten müsse man nun nutzen, "um die Dinge herauszukristallisieren, die noch nicht gut genug sind, und daran zu arbeiten, damit wir beim ersten Rennen stark genug sind", meinte Vettel mit Blick auf den Saisonstart am 18. März in Melbourne:

"Man darf nicht erwarten, dass man von Anfang an allen davon fährt. Dann ginge der Schuss nach hinten los."

Drei Stunden Verspätung

In Jerez musste sich das Weltmeister-Team schon mal mit einigen Problemen herumschlagen.

Während Felipe Massa, Button und Räikkönen schon gegen 9 Uhr mit ihren neuen Autos auf die Strecke rollten, blieb bei Red Bull das Garagentor noch fast drei Stunden zu.

Erst um 11.53 Uhr rollte Webber zur ersten Runde los. Als der Australier ins Rollen kam, hatten die Kontrahenten teilweise schon die 50-Runden-Marke im Visier.

Diffusor nicht zu ersetzen

"Ein Heckflügel war nicht rechtzeitig angekommen", erklärte Chef-Designer Adrian Newey.

Das Bauteil sollte kurzfristig eingeflogen werden, Nebel in Jerez verzögerte aber die Landung. Nicht glücklich ist Newey unterdessen mit dem Höcker auf der Fahrzeugnase, den mit Ausnahme von McLaren auch alle anderen Teams mehr oder weniger markant zur Schau tragen.

"Es ist schade, eine Lösung suchen zu müssen, die nicht die attraktivste ist", meinte der Brite, der an der Spitze einen engeren Kampf erwartet als im vorigen Jahr: "Durch das Reglement haben wir diese Stufe."

Und keinen angeströmten Diffusor mehr, den Newey im vorigen Jahr perfekt umgesetzt hatte. "Es gibt keine Idee, das auf einen Schlag auszugleichen", sagte Newey.

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