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Sebastian Vettel drehte am ersten Testtag in Barcelona 79 Runden © imago

Der Weltmeister lässt es am ersten Testtag in Barcelona krachen und fährt die schnellste Runde. Schumacher hat noch Probleme.

Barcelona - Weltmeister Sebastian Vettel hat an seinem dritten Testtag in dieser Saison zum ersten Mal die Bestzeit geholt.

Michael Schumacher dagegen landete beim ersten offiziellen Auftritt des neuen Silberpfeils auf dem sechsten Rang, nachdem er gegen Ende des Testtages nicht mehr auf der Strecke war und insgesamt lediglich 51 Runden fuhr.

Am Sonntag bei einem eigenen Testtag hatte der neue Mercedes W03 noch 354 Kilometer abgespult (76 Runden). (DATENCENTER: Rennkalender 2012)

Hülkenberg überraschend Zweiter

Vettel unterdessen setzte beim ersten von insgesamt acht Testtagen in Barcelona die Richtzeit.

Der Weltmeister fuhr insgesamt 79 Runden und lag im Red-Bull-Renault dabei vor Nico Hülkenberg im Force-India-Mercedes und Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes (521624DIASHOW: Die Tests in Barcelona).

Der Heppenheimer wirkte entsprechend zufrieden. "Das Gefühl ist weiter gut", sagte Vettel, der am Freitag in Berlin sein Silbernes Lorbeerblatt nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff jetzt vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in seiner Funktion als Bundesratspräsident erhalten wird.

"Vom Mercedes habe ich bisher nur ein Foto gesehen. Auf der Strecke sind wir uns gar nicht begegnet", berichtete Vettel weiter.

Vettel und Morgan zuversichtlich

Auch für die ungewöhnlich lange Zeit, die sich das Red-Bull-Team am Mittag nicht mehr auf der Strecke hatte blicken lassen, fand der 24-Jährige eine einfache Erklärung: "Wir hatten eine lange Mittagspause, in der wir einige Änderungen vorgenommen haben. Aber nicht, weil irgendetwas kaputt war."

[kaltura id="0_b55p0ze7" class="full_size" title="Mercedes Mit Zauber Nase zum Titel "]

"Diese Tests sind ein Prozess stetiger Entwicklung und im heutigen Programm wurde das umgesetzt, was wir bei den letzten Tests gelernt haben. Wir mussten auch einige Dinge ausprobieren, die wir bereits in Gang gesetzt hatten, bevor das Auto erstmals auf die Strecke kam. Die nächsten zwei Tage dürften etwas anders werden", ergänzte Red-Bull-Renningenieur Ian Morgan.

Auch Alonso vor Schumacher

Auf Platz fünf vor Schumacher landete in Barcelona Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari.

Schumacher und Teamkollege Nico Rosberg, der am Mittwoch den Platz im Cockpit übernehmen wird, hatten am Morgen vor Testbeginn ihren neuen Dienstwagen offiziell präsentiert (521449DIASHOW).

Mercedes hatte sich als einziges Top-Team mehr Zeit für die Entwicklung genommen und die ersten drei Testtage in Jerez noch mit dem Auslaufmodell aus dem Vorjahr absolviert (BERICHT: Der neue Mercedes-Bolide)

Frühes Aus für Räikkönen und Grosjean

Schlechte Nachrichten gab es unterdessen für Rückkehrer Kimi Räikkönen: Sein Lotus-Team hat die eigentlich viertägigen Testfahrten in Barcelona schon nach dem ersten Tag vorzeitig abgebrochen.

Ex-Weltmeister Räikkönen verpasst dadurch seine Testtage am Donnerstag und Freitag.

"Es war eine harte, aber richtige Entscheidung", sagte Teamchef Eric Boullier.

Riss im Chassis des Lotus

Im Chassis des neuen E20, dem zweiten, das bislang produziert worden ist, war am Morgen nach nur sieben Runden von Romain Grosjean ein Riss festgestellt worden.

Zunächst hatte das Team noch geplant, das zuletzt in Jerez verwendete erste Modell aus England einzufliegen. Bei Tests in der Fabrik wurde aber dann festgestellt, dass ein ähnliches Problem auftreten könnte.

Es wäre produktiver, beide Chassis in der Fabrik zu modifizieren, als mit dem ersten in Barcelona zu fahren, sagte Technikchef James Allison: "Wir werden die richtigen Maßnahmen treffen und das Problem bis zur nächsten Woche beheben können."

Vom 1. bis 4. März findet erneut in Barcelona der letzte Test vor dem Saisonstart am 18. März in Melbourne statt.

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