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Timo Glock holte 2004 in Kanada bei seinem ersten Grand Prix einen WM-Punkt © getty

Marussia-Cosworths Bolide fällt bei der FIA-Überprüfung durch. Glock verliert trotz drohendem Kaltstart nicht die Zuversicht.

München - Timo Glock gibt sich trotz des verpatzten Crashtests seines Marussia-Teams und des daraus resultierenden Verzichts auf die letztmöglichen Testfahrten mit dem neuen Auto kämpferisch.

"Natürlich ist es schade, dass wir in Barcelona nicht testen können. Aber das Auto ist komplett neu, unser Team im Vergleich zu anderen besonders effizient aufgestellt. Und Sicherheit steht nun mal über allen anderen Aspekten", sagte Glock (DATENCENTER: Der Rennkalender 2012).

"Wir werden noch testen und in Melbourne mit unserem neuen Auto an den Start gehen."

Neuer Versuch zum Wochenende

Marussia hatte am Montagabend seine Teilnahme an den am Donnerstag beginnenden letzten offiziellen Testfahrten vor dem Saisonstart am 18. März in Melbourne abgesagt, weil der neue MR01 den letzten von 18 Crashtests des Automobil-Weltverbandes FIA nicht bestanden hatte (Bericht).

Man werde sich stattdessen darauf konzentrieren, den Crashtest bis Ende der Woche zu bestehen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Erfahrung fehlt

Das Team hatte auf die ersten Testfahrten in Jerez (SERVICE: Die Resultate aus Jerez) verzichtet und bei der zweiten Testrunde in Barcelona (SERVICE: Die Resultate aus Barcelona) noch den alten Boliden eingesetzt.

Daher müssen Glock (Wersau) und sein neuer Teamkollege Charles Pic (Frankreich) in Melbourne voraussichtlich fast ohne Testerfahrung mit dem neuen Auto an den Start gehen - wenn der Crashtest im zweiten Anlauf erfolgreich absolviert wird.

Erinnerungen an HRT

Die zu dieser Saison geänderten Regularien besagen, dass auch bei den Testfahrten nur Fahrzeuge eingesetzt werden dürfen, die die 18 von der FIA überwachten Crashtests bestanden haben.

Ähnliche Probleme wie Marussia hatte auch schon HRT, die daraufhin den ersten Einsatz ihres neuen Autos vom zweiten auf den dritten Test verschoben.

Vom 1. bis 4. März dürfen alle Teams noch ein letztes Mal vor dem Saisonauftakt testen. Marussia hat noch die Möglichkeit, neben einem auf 50 Kilometer beschränkten Roll-out und einigen Runden für Filmaufnahmen einen eintägigen privaten Test zu beantragen.

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